Küps

Starke Risse im Pumpwerk

Das Pumpwerk Schmölz ist in einem desolaten Zustand.
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Blick in den Pumpenraum des Pumpwerkes Schmölz  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Blick in den Pumpenraum des Pumpwerkes Schmölz Foto: Karl-Heinz Hofmann

Karl-Heinz Hofmann In der Sitzung des Abwasserverbandes Kronach-Süd informierte Diplom-Ingenieur Walter Brandner vom Ingenieurbüro SRP Schneider & Partner, Kronach, die Verbandsräte ausführlich über Untersuchungen im Pumpwerk Schmölz. Aufgrund des Schadensbildes wurden auch eine detaillierte Analyse und statische Beurteilung sowie betontechnische Untersuchungen notwendig.

Brandner berichtete vor allem über Rissbildungen in den Stützen der Speicherkammer. Das Pumpwerk besteht aus dem Pumpwerk, der Speicherkammer mit 365 Kubikmeter Volumen und der Entlastungskammer mit Pumpensumpf. Zusammenfassend stellte der Ingenieur fest, dass die Betonqualität selbst in Ordnung sei. Die vorhandenen signifikanten Rissbilder beeinträchtigen jedoch derzeit die Festigkeit des Betongefüges und sollten deshalb im Sinne einer langfristigen Weiternutzung des Bauwerks fachgerecht und nachhaltig instandgesetzt werden.

Ein gewöhnliches Schließen der Risse scheide aus, da die Rissursache auch auf Treiberscheinungen zurückgeführt werden kann, so Brandner. Eine definitive Aussage über ein Vorhandensein dieser Treiberscheinungen könne nur über umfangreiche Analysen gewonnen werden. Kritische Rissbildungen an den Stützen, starke Rissbildung im Bereich der Rohreinführungen, undichte Wände seien Zeichen für einen Handlungsbedarf.

Bedenklicher Zustand

Die Betonuntersuchungen sind bei der weiteren Projektentwicklung einzubeziehen und gegebenenfalls zu vertiefen, soweit dies technisch notwendig sei, so Brandner. Das Bauwerk sei insgesamt in einem eher bedenklichen Zustand. Die Speicherkammer weist starke Rissbildung in den Stützen auf: Trotz erneuter Untersuchung sei die Ursache weiter unklar. Gravierende Schäden gibt es im Ablaufkanal. Hier gibt es Risse durch Setzungen und frei liegende Bewehrungen.

Eine umfassende Instandsetzung des Bauwerks sei unabdingbar. Daraufhin stellte Brandner verschiedene Varianten der Sanierung beziehungsweise mit einem Neubau für Pumpwerk und Regenüberlaufbecken vor. Verbandsratsvorsitzender Bernd Rebhan meinte, angesichts des fortgeschrittenen Alters des Bauwerks, das Anfang der 1980er Jahre errichtet wurde, müsse man auch weiteren Mängeln auf den Grund gehen. So seien vor allem Kostenermittlungen für weitere Entscheidungen sehr wichtig.

Stellvertretender Verbandsvorsitzender und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, Egon Herrmann, gab bekannt, dass dies seine letzte Rechnungsprüfung gewesen sei, da er im nächsten Jahr als Bürgermeister von Weißenbrunn und als Verbandsrat ausscheide.

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