Kronach

Starke Leistungen beim Rettungspokal

Der Kronacher Bastian Martin geht erstmals für den DLRG-Landesverband Bayern beim Junioren Rettungspokal an den Start.
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Beim Board Rescue schlugen sich Philipp Harig (vorne) und Bastian Martin von der DLRG Kronach als Zwölfte achtbar.  Foto: DLRG Jugend Bayern
Beim Board Rescue schlugen sich Philipp Harig (vorne) und Bastian Martin von der DLRG Kronach als Zwölfte achtbar. Foto: DLRG Jugend Bayern

Die Landesverbände der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben ihre besten Nachwuchsathleten zwischen 14 und 18 Jahren ins Rennen um den 17. Junioren Rettungspokal (JRP) geschickt. Der JRP ist der bedeutendste Nachwuchswettbewerb im nationalen Rettungssport und gleichzeitig Schaufenster bei der Suche nach Deutschlands stärkstem Nachwuchs-Team für die im September in Riccione (Italien) stattfindende Europameisterschaft im Rettungsschwimmen, für die sich die Besten qualifizierten.

Heuer ging es für rund 200 Sportler beim zweiteiligen Wettbewerb nach Sachsen-Anhalt. Zunächst wurden im Strandbad Stöbnitz am Geiseltalsee die Freigewässerdisziplinen durchgeführt. In den beiden Tagen darauf schwammen die Teilnehmer in der Schwimmhalle Halle-Neustadt um Medaillen und Punkte für die Gesamtwertung.

Ein Kronacher am Start

Natürlich hatte auch der Landesverband Bayern ein schlagkräftiges Auswahlteam nach Sachsen-Anhalt entsandt. Neben Melina Sommerer aus Marktredwitz, Valentina Toti aus Bad Windsheim und den drei Herzogenaurachern Tim Dulitz, Philipp Harig und Tobias Kreutz gehörte auch Bastian Martin vom DLRG Kreisverband Kronach zum sechsköpfigen Kader. Für ihn, den Jüngsten in der Mannschaft, war es die erstmalige Teilnahme am JRP und es galt, vor allem in den Freigewässerdisziplinen wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Medaillen für Bayern

Am Geiseltalsee waren Strand- und Freigewässerdisziplinen zu absolvieren, bei denen Sprintfähigkeit und Ausdauer etwa im Strandsprint oder beim Rettungstriathlon gefragt waren. Und die bayerischen Kaderathleten schlugen sich überaus achtbar: Valentina Toti sicherte sich die Silbermedaille im "Surf Race" (Brandungsschwimmen auf einem 400 Meter langen Rundkurs). Bei den Männern holte Philipp Harig in dieser Disziplin den Titel. Bastian Martin gelang es in keinem seiner sechs Einzelstarts, in die Finals einzuziehen. Einige doch recht ordentliche Mittelfeldplatzierungen in den bis zu 80 Teilnehmer starken Starterfeldern können sich bei seiner Premiere aber durchaus sehen lassen.

Besser lief es für ihn in den Staffelwettbewerben zusammen mit seinen Herzogenauracher Mannschaftskollegen. In der Disziplin "Beach Relay" (Strandsprintstaffel) belegte das Quartett den zwölften Platz und beim "Oceanman Relay" (Gemischte Rettungsstaffel) den zehnten. In der "Rescue-Tube-Rescue-Staffel" (Retten mit Gurtretter) gab es wegen eines technischen Fehlers eine Disqualifikation. Zwölfter wurde Bastian Martin dagegen zusammen mit seinem Partner Philipp Harig beim "Board Rescue" (Retten mit Rettungsbrett).

Bei den Wettkämpfen in der Schwimmhalle in Halle-Neustadt galt es unter anderem, über 50 Meter eine Puppe zu retten oder am schnellsten das 200-Meter-Hindernisschwimmen zu bewältigen. Auch hier gab es Medaillen für das bayerische Team und erneut waren es Valentina Toti und Philipp Harig, die für die Podestplätze sorgten. Toti siegte über 200 Meter beim "Super Lifesaver" und holte jeweils Silber über 50 Meter "Manikin Carry" (Retten einer Puppe) und 200 Meter "Obstacle Swim" (Hindernisschwimmen). Für Philipp Harig gab es Gold in der Disziplin "Obstacle Swim" (200 Meter Hindernisschwimmen) und Silber über 200 Meter "Super Lifesaver".

Zufriedener Bastian Martin

Bastian Martin war mit den Zeiten seiner fünf Einzelstarts über 200 Meter Hindernisschwimmen, 50 Meter Retten einer Puppe, 100 Meter Retten mit Flossen, 100 Meter mit Gurtretter und Flossen (Lifesaver) und 200 Meter Super Lifesaver zufrieden und konnte sich erneut jeweils im Mittelfeld platzieren.

Nur sechs Zehntelsekunden fehlten Tim Dulitz, Philipp Harig, Tobias Kreutz und Bastian Martin im "Obstacle Relay" (viermal 50 Meter Hindernisschwimmen) zum Sprung aufs Treppchen. Mit Platz 6 sprang aber immerhin die beste Staffelplatzierung des Wochenendes heraus. Auch in der viermal 50 Meter Gurtretterstaffel und in der Disziplin "Manikin Relay" (viermal 25 Meter Puppenstaffel) erreichten die Bayern das A-Finale und belegten dort jeweils den achten Platz.

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