Haßfurt
Netzwerk-Treffen

Städte und Regionen wollen Kräfte bündeln

Der Lenkungsausschuss des Deutschen Regiopole-Netzwerks traf sich zum ersten Mal in Würzburg. An dieser Sitzung nahm auch der Haßfurter Landrat Wilhelm Schneider teil. Würzburg ist seit diesem Jahr Mi...
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Der Lenkungsausschuss des Deutschen Regiopole-Netzwerks traf sich zum ersten Mal in Würzburg. An dieser Sitzung nahm auch der Haßfurter Landrat Wilhelm Schneider teil.

Würzburg ist seit diesem Jahr Mitglied im Deutschen Regiopole-Netzwerk. Die Oberbürgermeister bzw. deren Stellvertreter von insgesamt acht "kleinen" Großstädten Deutschlands beschlossen, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg hervorgeht, einen Förderantrag, den das Netzwerk bis zum 25. Oktober beim Bundesinnenministerium einreichen möchte.

Damit soll ein Projekt angestoßen werden, mit dem bis Ende 2022 strukturpolitisch bedeutsame Leitprojekte in ausgewählten Infrastrukturbereichen entwickelt werden sollen. Es wird den Titel tragen: "Regiopolen und Regiopolregionen für Deutschland - ein neues Instrument zur nachhaltigen Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den städtischen und ländlichen Räumen Deutschlands".

Bisher nicht im Fokus

Der Projekttitel zeigt bereits, wie wichtig die Schaffung dieses relativ neuen Raumordnungsbegriffs ist, denn Regiopolen sind weder in den Landwirtschafts- noch in den Innenministerien im Fokus, bergen aber enormes, bisher nicht bis in die Tiefe ausgeschöpftes Potenzial und müs-sen sich mit ihrer eigenen regionalen Verflechtung neben den Metropolen positionieren. Die Infrastruktur als bedeutsamer Kernpunkt regionaler Entwicklung wird Hauptaugenmerk des Projekts sein.

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Landrat Wilhelm Schneider (Landkreis Haßberge), der zugleich Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH ist, betonten bei dem Arbeitstreffen das wichtige Ziel, die Kräfte zu bündeln, denn Probleme seien immer gleichartig und müssten nicht von jeder Region allein gelöst werden.

Große Herausforderungen

Würzburg und Mainfranken könnten dabei auf eine gute Basis blicken seit der Gründung der "Chancenregion Mainfranken" im Jahr 1988. Die Regierung von Unterfranken sei in den 90er Jahren der Motor für die Schaffung wesentlicher Erfolgsfaktoren gewesen und habe ein Zusammenwirken der Städte erreicht, so Schuchardt. Auch dieses Mal wird die Regierung von Unterfranken der Regiopole Würzburg und der Regiopolregion Mainfranken zur Seite ste-hen. Dabei sind die Herausforderungen groß. Schneider: "Städte haben andere Schwerpunkte als ländliche Regionen." Ein Beispiel ist der ÖPNV mit der Erweiterung von Verkehrsverbünden, dem 365-Euro-Ticket und dessen Finanzierung - und das alles bei unterschiedlichen Tarifen zwischen Stadt und Land. red

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