Forchheim

Stadtwerke unterbrechen die Stromversorgung gezielt

Forchheim — In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger N-Ergie-Service-GmbH haben die Stadtwerke Forchheim erstmals eine Inspektion von rund 50 Schaltanlagen mittels einer neuen in...
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Forchheim — In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger N-Ergie-Service-GmbH haben die Stadtwerke Forchheim erstmals eine Inspektion von rund 50 Schaltanlagen mittels einer neuen innovativen Technik, der Thermografie- und Koronamessung, durchgeführt. Mit Hilfe dieser Messung konnten die Stadtwerke kleinere Mängel feststellen, die früher oder später zu einem ungeplanten Stromausfall geführt hätten. Beispielsweise wurde am vergangenes Wochenende im Bereich der St.-Martinskirche die Stromversorgung unterbrochen, um innerhalb weniger Stunden den Mangel zu beheben.
Vorab waren die Vorgehensweise und das Personal entsprechend vorbereitet und der Termin den betroffenen Anwohnern mitgeteilt worden, wie die Stadtwerke in einer Pressemitteilung schreiben. Die sichere Versorgung der Bürger mit Energie sei eine Aufgabe, die die Stadtwerke Forchheim sehr ernst nehmen würden. Forchheim habe es den ständigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten der Stadtwerke zu verdanken, dass jeder Kunde im Versorgungsgebiet der Stadtwerke im Durchschnitt weniger als zwei Minuten pro Jahr ohne Strom ist. Mit diesem statistischen Wert ist man weit besser als der bundesweite Durchschnitt von zirka zwölf Minuten.

Wärmebild zeigt Schadstellen

Die Thermographie ist eine anerkannte Methode, um Oberflächentemperaturen berührungslos zu erfassen. Das Wärmebild gibt die Temperaturverteilung der untersuchten Anlagenteile wieder. Durch die Analyse der Temperaturverteilung können thermische Schad- und Schwachstellen erkannt werden.
Durch die frühzeitige Erkennung ernstzunehmender Fehler können potenzielle Fehlerursachen erkannt und schon im Vorfeld eines drohenden, unbeabsichtigten Anlagenstillstandes beseitigt werden.

Geplante Abschaltung

Die Visualisierung von Fehlerquellen im Frühstadium ermöglicht eine zeitige Planung von Instandsetzungsmaßnahmen und eine geplante Abschaltung zu einem Zeitpunkt, an dem kein Ausfall zu erwarten ist. Dadurch könne man laut Stadtwerke "von einer ereignis- zu einer zustandsorientierten Instandhaltung übergehen". Die Instandhaltungskosten sinken. Eine Auswertung der gemessenen Anlagenteile mit Fehlerprotokoll erfolgt nach Abschluss der Messungen. Die Vorteile der Infrarot-Messtechnik: Es können Fehler erkannt werden, die bei einer "normalen Instandhaltung" nicht gefunden werden können. Ein Fehler wird im Frühstadium erkannt; Folgefehler und kostspielige Betriebsstörungen werden vermieden.
Mit der berührungslosen Technik können großflächige Anlagen innerhalb kürzester Zeit untersucht werden. Durch die Lokalisierung von Fehlerstellen, so die Stadtwerke weiter, kann man rechtzeitig punktgenaue Instandsetzungsmaßnahmen einleiten und so Folgeschäden vermeiden.
Rund 35 Prozent aller Betriebsbrände entstünden durch thermische Erhitzung von elektrischen Anlagen. Bereits nach der zweiten thermografischen Untersuchung sinke die Ausfallquote um 80 Prozent. red


















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