Ebermannstadt

Stadtwerke setzen jetzt verstärkt auf Photovoltaik

Auch wenn ein Bürgerentscheid den Ausbau der Windenergie am Standort Oerlenbach stoppt: Die Stadtwerke Ebermannstadt wollen weiter in die Energiewende investieren. Wie es in einer Pressemitteilung hei...
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Die Photovoltaikanlage in Eschlipp ist seit 2010 in Betrieb und erzeugt bei einer Modulfläche von 10 000 Quadratmeter 1 300 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Foto: Stadtwerke Ebermannstadt
Die Photovoltaikanlage in Eschlipp ist seit 2010 in Betrieb und erzeugt bei einer Modulfläche von 10 000 Quadratmeter 1 300 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Foto: Stadtwerke Ebermannstadt
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Auch wenn ein Bürgerentscheid den Ausbau der Windenergie am Standort Oerlenbach stoppt: Die Stadtwerke Ebermannstadt wollen weiter in die Energiewende investieren. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, hofft ihre Kooperationsgesellschaft Energieallianz Bayern (EAB) auf eine Änderung der Rahmenbedingungen und will verstärkt größere Solarstromprojekte umsetzen.

Am Anfang stand die Wasserkraft

Der Ursprung der Stadtwerke Ebermannstadt liegt im Bau des Wasserkraftwerks in der Forchheimer Straße. Das Kraftwerk wurde 1903 gebaut, mehrmals modernisiert und liefert umweltfreundlichen Strom. Die Stromerzeugungsanlagen der Stadtwerke umfassen heute zwei Wasserkraftwerke und mehrere Photovoltaikanlagen, wobei allein der Solarpark Eschlipp mit seinen 6192 Modulen 1 300 000 Kilowattstunden Strom erzeugt, was dem Bedarf von rund 450 Haushalten entspricht.

Für das Gelingen der Energiewende ist der Pressemitteilung zufolge Windkraft ein wichtiger Baustein. Hier engagieren sich die Stadtwerke bei der Energieallianz Bayern. Dies ist ein Zusammenschluss von 38 Unternehmen, deren Zielsetzung es ist, verschiedene Projekte zur regenerativen Stromerzeugung zu realisieren.

Jürgen Fiedler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ebermannstadt, unterstützt dabei als Aufsichtsrat aktiv die Geschäftsentwicklung der EAB. Bisher konnten bereits vier Windparks realisiert werden, einer davon in Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen. Die geplante Erweiterung des Windparks Oerlenbach scheiterte nun allerdings an den gesetzlichen Auflagen zum Schutz des Rotmilans und am Votum der Bürger, die sich mehrheitlich gegen eine Erweiterung des Windparks ausgesprochen haben.

Photovoltaik im Blick

"Die Energiewende hat ein Akzeptanzproblem. Die Bundesregierung kann nicht nur Ziele definieren, stattdessen müssen auch die Rahmenbedingungen geschaffen werden", so Fiedler. Aufgrund der Rechtslage legen die Stadtwerke Ebermannstadt ihr Augenmerk vorerst auf den Bau weiterer Photovoltaikanlagen. Derzeit werden zwei PV-Anlagen für Betriebsgebäude realisiert. red

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