Bad Rodach
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Stadtrat will einem Hauen und Stechen um Wohnungen vorbeugen

Dass der Bedarf nach Wohnraum groß ist, zeigt sich nun auch in Bad Rodach. Die Stadt wird förmlich überrannt von Anfragen durch Personen, die in eine der 18 in der Max-Roesler-Straße entstehenden Wohn...
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Dass der Bedarf nach Wohnraum groß ist, zeigt sich nun auch in Bad Rodach. Die Stadt wird förmlich überrannt von Anfragen durch Personen, die in eine der 18 in der Max-Roesler-Straße entstehenden Wohnungen einziehen wollen. Kämmerer Michael Fischer berichtete in der Stadtratssitzung am Mittwoch von insgesamt 41 Bewerbungen und kommentierte dies mit den Worten: "Wir haben hier eine deutliche Überzeichnung."

Aus diesem Grund regte er an, einen Vergabeausschuss zu bilden, der sich seiner Meinung nach aus Vertretern des Stadtrates, der Verwaltung und der Wohnbaugesellschaft des Landkreises Coburg zusammensetzen soll. Auch vertrat Fischer die Meinung, dass die Stadt nochmals die Möglichkeit zur Bewerbung um eine Wohnung öffentlich aushängen sollte. "Nicht, dass am Ende jemand kommt und meint, er hätte sich auch gern um eine Wohnung beworben", begründete der Kämmerer seinen Vorstoß.

In beiden Punkten folgte der Stadtrat seinen Vorschlägen. Zweiter Bürgermeister Ernst-Wilhelm Geiling (FW), der die Sitzung leitete, schätzt die Situation so ein: "Das wird kein leichter Ausschuss." Auf Nachfrage von Stephan Schink (CSU) informierte Kämmerer Fischer, dass es sich bei den Wohnungen nicht um sozialen Wohnungsbau handele. Diese Aspekte müssten bei einer Vergabe also nicht berücksichtigt werden. Dennoch sei es ratsam, Vergabekriterien festzulegen, um die Entscheidung, welcher Bewerber berücksichtigt wird, nachvollziehbar zu machen, riet Fischer.

Meldung zur Städtebauförderung

Viele (Bau-)Projekte der Stadt Bad Rodach können im Rahmen der Städtebauförderung finanziell unterstützt werden. Die korrekte Vorgehensweise ist, dass eine Kommune die entsprechenden Bedarfsmitteilungen bei der Regierung von Oberfranken einreicht. Der Kämmerer hatte auch auf diesem Gebiet eine Vorarbeit geleistet, die Stadtratsmitglieder mussten seinem Vorschlag nur noch zustimmen, was sie auch alle taten. Demnach meldet die Stadt für das Jahr 2020 förderfähige Kosten in Höhe von 280 000 Euro an, die für die Projekte "Fahrstuhl im Jagdschloss" (120 000 Euro), "planerische Umsetzung Rückertschule" (80 000 Euro), "zweiter Bauabschnitt Parkplatz Lempertshäuser Straße" (50 000 Euro) und "Verkehrskonzept Bad Rodach" (30 000 Euro) entstehen werden.

Herbert Müller (SBB) schloss aus einem Antrag im Kreistag Coburg, dass der Rufbus in der Stadt Bad Rodach nicht so funktioniert, wie dies seitens der Verwaltung immer wieder erklärt wird. Dieser Darlegung widersprachen sowohl Geschäftsführer Uwe Schmidt als auch Kreistagsmitglied Axel Dorscht (SPD) deutlich. Beide wiesen darauf hin, dass sich der erwähnte Antrag nur darauf beziehe, die Bevölkerung umfassender über die Nutzung des Rufbusses zu informieren. Dorscht betonte dabei, dass die Bürger, die den Rufbus nutzen, mit dieser Einrichtung sehr zufrieden seien. Ernst-Wilhelm Geiling konkretisierte das Ganze, indem er feststellte: "Es geht nicht um das Produkt, sondern um die Bedienungsanleitung."

Auf dem Büroweg wurde die Verlängerung eines Bauantrages an das Landratsamt weitergegeben. Für Christoph Herold war diese Vorgehensweise nicht in Ordnung. Er verwies auf die Geschäftsordnung. In dieser sei geregelt, dass eine solche Genehmigung in den Zuständigkeitsbereich des Bau- und Umweltausschusses fällt. In der Konsequenz forderte Herold, dass dieser Punkt in der nächsten Sitzung des Ausschusses behandelt wird.

Es werde Licht

Herold regte weiter an, im Bereich Draesekestraße/Melchior-Franck-Straße eine zusätzliche Straßenlampe aufzustellen. Bauamtsleiter Dirk Hochberger ließ wissen, dass bereits Angebote eingeholt worden seien. Die Kosten für die Beleuchtungsmaßnahme beliefen sich auf 4500 Euro. Eine Umsetzung solle zeitnah erfolgen. Eine LED-Straßenbeleuchtung berge zwar einige Vorteile, wie Energiekosteneinsparung und Reduzierung des Lichtsmogs, habe aber den Nachteil, dass durch die geringere Abstrahlung eine kleinere Fläche ausgeleuchtet werde, klärte Stephan Schink seine Stadtratskollegen auf. Als Beispiel nannte er die Beleuchtung an der Kirche in Breitenau. Dirk Hochberger meinte dazu, eine Lösung wäre, höhere Lichtmasten zu nutzen. Er sagte zu, dass die betreffenden Stellen entsprechend überprüft würden, vielleicht könne man Abhilfe schaffen.

Zum Thema "Biodiversität" sollte auf Antrag von Matthias Thumser eine öffentliche Informationsveranstaltung stattfinden. Er fragte nach, was daraus geworden sei. Geschäftsführer Uwe Schmidt informierte das Gremium, dass Kontakt mit einem möglichen Referenten bestehe und noch eine Terminabsprache erfolgen müsse.

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