Münnerstadt
Stromtrasse

Stadtrat lehnt eine Ablehnung der Alternativtrasse ab

Mit der geplanten Höchstspannungs-Gleichstromleitung nach Grafenrheinfeld musste sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung erneut beschäftigen. Weil andere Gemeinden die Alternative 4 bevorzugen, d...
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Mit der geplanten Höchstspannungs-Gleichstromleitung nach Grafenrheinfeld musste sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung erneut beschäftigen. Weil andere Gemeinden die Alternative 4 bevorzugen, die von Bad Neustadt kommend über die Gemarkungen Reichenbach und Burghausen verläuft, sollte Münnerstadt eine Stellungnahme abgeben. Vorgeschlagen wurde, diese Variante abzulehnen. Das sollte man nicht tun, meinte Dieter Petsch (Freie Wähler), weil so alles offen bleibe. Aber: "Münnerstadt wird geopfert", sagte er zum geplanten Trassenverlauf entlang der Autobahn.

Dieter Petsch ist dafür, dass das Kabel durch den Wald verlegt wird. Waldflächen in Bayern nehmen zu, gab er zur Begründung an.

Er bemängelte, dass es nach der derzeitigen Planung nicht möglich ist, vor Ort gewonnene Energie aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen in das Kabel mit einzuspeisen. Wenn das Kabel erst einmal verlegt sei, wachse die nächsten 50 Jahre nichts mehr dort. Deshalb sollte es möglich sein, über der Trasse Photovoltaikanlagen zu errichten. Sollten tatsächlich einmal Arbeiten am Kabel notwendig werden, könne so ein Photovoltaik-Modul schnell abgebaut werden.

"Ich möchte ungern Wald opfern", widersprach Klaus Schebler (Neue Wege) der Aussage von Dieter Petsch. Er verwies darauf, dass es laut Aussage von Vertretern von Transnet, dass an der Erdoberfläche kaum eine Erderwärmung feststellbar sei. Also könnte man über Ackerflächen gehen und bräuchte keinen Wald zu opfern.

Die Anregungen von Dieter Petsch wurden per Beschluss bei einer Gegenstimme in die Stellungnahme der Stadt Münnerstadt zum Vorhaben mit aufgenommen.

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