Herzogenaurach
Kunst

Stadtmuseum verlängert Prechtl-Ausstellung

Im Herzogenauracher Stadtmuseum wird einem außergewöhnlichen Künstler gehuldigt. In "Prechtls Welttheater" (so auch der Titel einer seiner Ausstellungen) do...
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Dieses Werk heißt "Des Hausmeisters Hund". Foto: Stadtmuseum Amberg
Dieses Werk heißt "Des Hausmeisters Hund". Foto: Stadtmuseum Amberg
Im Herzogenauracher Stadtmuseum wird einem außergewöhnlichen Künstler gehuldigt. In "Prechtls Welttheater" (so auch der Titel einer seiner Ausstellungen) dominieren satirischer Scharfsinn, fröhliche Provokation und politische Skepsis. Mit seinen provokanten Darstellungen sorgte Michael Mathias Prechtl immer wieder für Skandale, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums.
Aufgequollenes Gesicht, glasige Augen, zerzaustes Haar, hochhackige Schuhe und Spitzenhemd - so stellt Prechtl König Ludwig II. in dem Werk "Himmelfahrt einer Wasserleiche" dar. Trotzdem aber strahlt die Figur Anmut und Würde aus, denen die äußeren Umstände seines Todes nichts anhaben können. Unermüdlich und hintersinnig mahnt der anarchistische Denker mit Wort- und Denkspielen und erweist sich als vorzüglicher Kenner europäischer Kulturgeschichte. Zur Spezialität des virtuosen Zeichners, der Techniken oft auf einem einzigen Blatt mischt, gehört das selbstverständliche Jonglieren mit Zeiten und Stilen.


Zwei zusätzliche Führungen

Noch bis zum 12. November ist die Ausstellung im Stadtmuseum zu sehen. Der Herzogenauracher Prechtl-Sammler Bernd Wüstner lässt die Besucher teilhaben an seiner Leidenschaft für einen Künstler, der zeit seines Lebens als Querdenker galt. Ergänzt wird die Sonderschau durch Leihgaben des Stadtmuseums Amberg, das dem großen Sohn der Stadt eine eigene Abteilung gewidmet hat.
Im Verlängerungszeitraum werden zusätzlich zwei Führungen mit Bernd Wüstner angeboten: Donnerstag, 9. November, Beginn 19 Uhr, und Sonntag, 12. November, Beginn 16 Uhr. Gruppenführungen können nach Voranmeldung gebucht werden. Geöffnet ist donnerstags von 17 bis 20 Uhr, samstags, sonntags sowie an den Feiertagen 31. Oktober und 1. November von 14 bis 17 Uhr. red
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