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Münnerstadt

Stadtbücherei ist jetzt im Netz

Der Medienbestand ist jetzt über das Internet abrufbar. Mehr Platz für die Jugendbücher und geänderte Öffnungszeiten sollen den Kunden entgegenkommen.
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Barbara Gassauer von der Stadtbücherei zeigt Bürgermeister Helmut Blank die vergrößerte Jugendabteilung.  Foto: Thomas Malz
Barbara Gassauer von der Stadtbücherei zeigt Bürgermeister Helmut Blank die vergrößerte Jugendabteilung. Foto: Thomas Malz

Mit mehr als 2000 angemeldeten Lesern erfreut sich die Stadtbücherei Münnerstadt einer großen Beliebtheit. Etwa 800 zählt Leiterin Barbara Gassauer zu den aktiven Lesern. Um denen noch mehr entgegenzukommen, wird die Stadtbücherei zum 1. Februar die Öffnungszeiten ändern. Dann ist die Ausleihe am Freitag von 14 bis 16 Uhr möglich, bisher waren die Türen von 10 bis 12 Uhr offen. "Wir wollen kundenfreundlicher werden", sagt dazu Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Am Montag und Dienstag (jeweils 15 bis 17 Uhr) und am Donnerstag (15 bis 19 Uhr) bleiben die Öffnungszeiten wie zuvor.

Stolz ist Barbara Gassauer besonders auf die neue Jugendabteilung. Die bisherige Sachbuchabteilung ist ausgeräumt und verkleinert worden. Dort befinden sich jetzt die Jugendbücher, dazu ist eine nagelneue Sitzecke angeschafft worden, auf der sich die Besucher niederlassen und in Ruhe schmökern können.

Bequemer Service

Seit Herbst letzten Jahres gibt es den Onlinekatalog WebOPAC. Wir gehören damit zu den Stadtbüchereien in Bayern, die diesen schnellen und bequemen Service für ihre Leser anbieten können", so Barbara Gassauer. So ist es den Nutzern möglich, den gesamten Medienbestand von zu Hause aus abzurufen. Sie sehen auch, ob ein Buch gerade verliehen oder vorhanden ist. Zum Service gehören Benachrichtigungen, wenn ein Medium wieder verfügbar ist, alle Neubeschaffungen sind einsehbar. Der Onlinekatalog verfügt über ein Schlagwortregister und Sachbuchsystematik. Abfragen des Lesekontos sind ebenfalls möglich. Und noch viel mehr.

Über rund 8500 Medien verfügt die Stadtbücherei, die Jugendbücher liegen mit knapp 3000 Stück ganz vorn auf der Inventarliste. 5438 Euro wurden im letzten Jahr in neue Medien investiert. "Täglich besuchen Leser die Bibliothek zum Zeitung lesen, Schmökern und Unterhalten, oder Informationen zu sammeln", so die Leiterin. Interessant dabei: Es sind zweieinhalb mal so viele Frauen als Leser registriert wie Männer. "Die Verweildauer der Büchereibesucher ist deutlich höher geworden", meint Helmut Blank und Barbara Gassauer fügt hinzu: "Man kennt sich, es herrscht eine gemütliche Atmosphäre." Rund 15 Jahre leitet sie nun schon die Stadtbücherei. "Die Kontinuität der Leitung ist auch ein Garant dafür, dass die Bücherei so einen Erfolg hat", betont der Bürgermeister.

26 Leser pro Tag

5100 Besucher hat Barbara Gassauer im letzten Jahr zählen können, die rund 32 000 Medien entliehen haben. Das entspricht etwa 26 Lesern pro Öffnungstag und 162 Entleihungen. Zu den Besuchern zählen schon die ganz Kleinen. So mietet beispielsweise das Team vom Großwenkheimer Kindergarten alle vier Wochen den Bürgerbus und kommt mit den Vorschulkindern in die Stadtbücherei. Auch die Brünner Kindergartenkinder schauen regelmäßig vorbei, erzählt Barbara Gassauer. Überhaupt: Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus zählen zu den eifrigsten Lesern.

Die Büchereileiterin hat im Jahresbericht der Verwaltung aufgeschlüsselt, woher die aktiven Leser kommen. Von den 650 Münnerstädtern sind 280 aus der Stadt, 370 aus den Stadtteilen. Dabei nimmt Reichenbach mit 227 Lesern unangefochten die Spitzenstellung ein, es folgen Großwenkheim (35) und Seubrigshausen (31). Rund 150 aktive Leser stammen aus umliegenden Gemeinden, hier ist Burglauer mit 100 Lesern vorn.

Zum Kennenlernen

Einen weiteren Raum nehmen Veranstaltungen ein. So können Lehrer ihre Klassen zu Führungen anmelden, eine Ausstellung anschauen, ganze Medienkisten und Klassenlektüre ausleihen. Gut kommt auch das Programm "Lesestart" des Bundesbildungsministeriums und der Stiftung Lesen an. Die 30 Lesestart-Sets sind an Kleinkinder verteilt worden. "Viele der Eltern und ihre Kinder lernen hierbei erstmals die Bibliothek und die für sie und ihre Kinder angebotenen Medien kennen. Das ist ein wichtiger Nebeneffekt dieses bundesweiten frühkindlichen Leseförderungsprogramms", meint Barbara Gassauer.

Einen ganz kleinen Wermutstropfen gibt aber auch: Das Linoleum in den Räumen der Stadtbücherei im Amtsgebäude am Stenayer Platz müsste dringen einmal ausgetauscht werden, vor allem im Empfangszimmer. "Wird erledigt", meint dazu der Bürgermeister. Er sei froh, dass es in der Stadtbücherei so gut laufe, die ja eine freiwillige Aufgabe der Stadt ist. Trotz der diversen Sparmaßnahmen wolle niemand diese beliebte Einrichtung schließen. "Da denkt keiner im Traum daran", bekräftigt Helmut Blank.

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