Coburg
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Stadtbild spendiert den Lichtmasterplan

Ein Lichtmasterplan soll in den nächsten Jahren den Gesamteindruck Coburgs bei Nacht harmonisch entwickeln. Rund 100 000 Euro Honorar wird, grob geschätzt, ...
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Ein Lichtmasterplan soll in den nächsten Jahren den Gesamteindruck Coburgs bei Nacht harmonisch entwickeln. Rund 100 000 Euro Honorar wird, grob geschätzt, ein solcher Plan kosten, den ein Fachbüro erarbeiten soll.
In der Sitzung des Bau- und Umweltsenats am gestrigen Mittwoch sagte Katrin Hartmann-Schmidt vom Stadtbauamt, dass ein Spender der Stadt diese 100 000 Euro für mehr Licht zur Verfügung stellt. Dabei handelt es sich, so verriet Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU), um die Gemeinschaft Stadtbild Coburg.


Hoffen auf kräftigen Zuschuss

Im vergangenen November hatte der Senat noch beschlossen, angesichts der Haushaltskonsolidierung erst im Jahr 2019 einen Lichtmasterplan anzugehen. Als das publiziert war, trat der Verein Stadtbild auf den Plan und sagte die Spende zu. Gibt der Finanzsenat grünes Licht, wird das Bauamt nun Angebote für einen Lichtmasterplan einholen. Geld dafür gibt es auch vom Staat: Die Regierung von Oberfranken will einen Zuschuss von bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten gewähren.
Nach einem Lichtmasterplan beleuchtet schon die Stadt Bamberg historische Gebäude, setzt am Ende von markanten Straßenzügen Lichtinseln und vereinheitlicht auch die verwendeten Laternen. Nach den Worten von Katrin Hartmann-Schmidt werden zunächst die verschiedenen vorhandenen Lampen, Leuchten und Laternen an den Coburger Straßen und Plätzen gesichtet und bewertet. Das passiert in Zusammenarbeit mit dem Entsorgungs- und Baubetrieb CEB und der SÜC. Anschließend müssten Ziele und Leitideen für die Gestaltung der Nacht entwickelt werden. Dabei spielten der Energieaspekt, die Sicherheit im öffentlichen Raum und die Lichtverschmutzung eine Rolle.
So ist zu klären, ob und wie etwa die Silhouette der Stadt, die Stadtkanten und -zufahrten illuminiert werden sollen, eventuell der Verlauf der Itz nächtens nachgezeichnet wird und die Brücken angeleuchtet werden. Auch über die Beleuchtung "besonderer Plätze" außerhalb der Altstadt (Beispiel Eckardtsturm), von Parkanlagen sowie von Fuß- und Radwegen soll nachgedacht werden.


Bürger beteiligen!

Für CSB-Stadtrat Hans-Heinrich Ulmann brauche ein Lichtmasterplan auch eine gewisse Verbindlichkeit ähnlich der Gestaltungssatzung für die Innenstadt. SPD-Stadträtin Petra Schneider mahnte an, die Bürger rechtzeitig zu beteiligen.
Ob es auch staatliche Fördergelder bei der Umsetzung der Theorie in die Praxis gibt, vermochte Baureferentin und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber nicht zu sagen. Sie verwies auf das Landestheater: "Die Sanierung zahlt der Freistaat, die Beleuchtung ist Sache der Stadt." cw
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