Münnerstadt

Stadt wird eine Großbaustelle

Im nächsten Jahr werden etliche Straßen in Münnerstadt hergerichtet. In einem zweiten Paket sind die Gassen und Gehwege der Altstadt an der Reihe.
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Der Kirchplatz dürfte derzeit in der Rangliste der schlechtesten Straßen einen vorderen Platz belegen. Die Stadt will das Umfeld im nächsten Jahr angehen. Doch es gibt noch viel mehr zu tun.  Fotos: Thomas Malz
Der Kirchplatz dürfte derzeit in der Rangliste der schlechtesten Straßen einen vorderen Platz belegen. Die Stadt will das Umfeld im nächsten Jahr angehen. Doch es gibt noch viel mehr zu tun. Fotos: Thomas Malz
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Eigentlich sollte heuer unter anderem die Ortsverbindungsstraße zwischen Kleinwenkheim und Fridritt hergerichtet werden. Es gab verschiedene Gründe, dies nicht zu tun, erläuterte Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Dazu gehören unter anderem die hohen Kosten in der Baubranche. Das heißt aber nicht, dass nichts geschehen ist. Frank Braun von der Planungsschmiede Braun hat für die Stadt ein Paket geschnürt, in dem gleich mehrere Straßen enthalten sind. "Die Ausschreibung läuft, die Umsetzung erfolgt im nächsten Jahr", so das Stadtoberhaupt. "Wir wollen die Straßen nicht herrichten, wir werden sie herrichten", macht der Bürgermeister deutlich, dass daran auch nicht mehr gerüttelt wird.

Viel vor im nächsten Jahr

Der Vorteil einer so frühen Ausschreibung sei, dass dadurch Planungssicherheit für die Baufirmen entstehe, was sich positiv auf den Preis auswirke, erläutert der geschäftsleitende Beamte, Stefan Bierdimpfl dazu. Hergerichtet werden die Ortsverbindungsstraßen Kleinwenkheim-Fridritt (160 000 Euro), die Zufahrt zum Sportheim Burghausen (80 000 Euro) ein Teilstück der Schützenstraße in Münnerstadt (60 000 Euro), das Umfeld der Stadtpfarrkirche Münnerstadt (35 000 Euro), sowie der Kreuzungsbereich vor der Kirche in Reichenbach und die Einmündung aus Richtung Windheim in Reichenbach (je 25 000 Euro).

In dem Paket enthalten sind auch Arbeiten, die nicht den Straßenbau, sondern die Wasserversorgung und Kanäle beziehungsweise den Brandschutz betreffen. Für nächstes Jahr betrifft das die Errichtung eines neuen Löschwasserbeckens in Windheim (140 000 Euro) und Kanalsanierungen in Seubrigshausen (110 000 Euro) und in Wermerichshausen (60 000 Euro). Im Jahr 2020 sind dann die Hochbehälter in Althausen und in Kleinwenkheim (je 450 000 Euro) an der Reihe.

Noch ein Paket

Bei der Stadtratssitzung am 19. November werden sich die Kommunalpolitiker mit einem weiteren Paket beschäftigen, das Frank Braun für die Stadt schnüren will. Dabei geht es um die Erneuerung von Teilbereichen der Straßen, von Gassen und Gehwegen in der Altstadt. "Wir müssen das im Hinblick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2020 bereits 2019 machen", ist Stefan Bierdimpfl überzeugt. Denn wenn die Bewohner und ihre Gäste 1250 Jahre Münnerstadt feiern, sollen sie natürlich nicht mit aufgerissenen Straßen und Gehwegen kämpfen müssen. Über den genauen Umfang und die erwarteten Kosten wird Frank Braun bei der Sitzung informieren. Dringender Handlungsbedarf besteht unter anderem in der Salzgasse, bei allen Wegen entlang der Stadtmauer, in mehreren kleinen Fußgängergassen und an der Zufahrt von der Riemenschneiderstraße zum Kirchplatz. Ebenfalls mit im Paket werden mehrere Gehwege sein, wie die in der Hennebergstraße (nahe Stenayer Platz) oder die Gehwege in der Veit-Stoß-Straße. Der Vorteil für die Anwohner: Seit Wegfall der Straßenausbaubeitragssatzung wird niemand mehr über Beiträge zur Kasse gebeten.

Der Stadt bleibe gar nichts anderes übrig, als jedes Jahr eine feste Summe in den Haushalt für den Straßenunterhalt einzustellen, hieß es bei dem Gespräch. Denn der schlechte Zustand von Straßen, Gassen und Gehwegen in der Altstadt sei nur ein kleiner Teil des Problems. In den Baugebieten Zehnt, Karlsberg oder Schindberg sehe es teilweise noch schlimmer aus und das gelte auch für die älteren Baugebiete in den Stadtteilen.

"Man sieht nicht viel, aber wir haben bereits sehr viele Straßen gemacht", betont der Bürgermeister mit Verweis auf die Ortsverbindungsstraßen Reichenbach-Burghausen, Seubrigshausen-Wermerichshausen, Fridritt-Staatsstraße oder den Anschluss Windheims an die Kreisstraße. Abgesehen von einem ganz kleinen Teilstück sei auch der gesamte Bereich des Talwegs und Schwimmbadweges (Umleitungsstrecke zum Karlsberg) hergerichtet worden. Allerdings stehen der Stadt auch noch sehr große Aufgaben bevor.



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