Coburg

Stadt und Staat fördern Wohnungsbau in Sanierungsgebieten

Ganz neu ist das Programm nicht: Wer in einem der offiziellen innerstädtischen Sanierungsgebiete Wohnraum schafft, kann auf Zuschüsse von der Stadt hoffen. ...
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Ganz neu ist das Programm nicht: Wer in einem der offiziellen innerstädtischen Sanierungsgebiete Wohnraum schafft, kann auf Zuschüsse von der Stadt hoffen. Seit dem Jahr 2016 gilt dieses Programm, und die ersten Zuschüsse wurden auch schon bewilligt.
Das Besondere daran: Für dieses Förderprogramm arbeitet die Stadt Coburg mit ihrer Tochtergesellschaft Wohnbau Stadt Coburg (WSCO) und der Regierung von Oberfranken zusammen. Denn 60 Prozent des Zuschusses kommen aus staatlichen Töpfen, die von der Regierung von Oberfranken verwaltet werden. Wenn also die Stadt Coburg in diesem Jahr 500 000 Euro bereitstellt, dann kommen 300 000 Euro davon vom Staat.
Wer sein Objekt im Sanierungsgebiet um- oder ausbaut, kann sich von der WSCO beraten lassen. Außerdem kann der Bauherr einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der Kosten erwarten. Zwei Anträge seien bereits gestellt und bewilligt worden, heißt es aus der Stadtkämmerei. 78 000 Euro seien ausgereicht worden; ein dritter Antrag belaufe sich auf rund 100 000 Euro. Es gebe viele Anfragen privater Bauherren bei der WSCO nach dem Förderprogramm, aber derzeit lägen dort nur zwei konkrete Zuschussanträge vor, sagt Thomas Müller von der Kämmerei.
Das Wohnbauprogramm löst das städtische Förderprogramm "Familienwohnungen" ab, das 2008 aufgelegt wurde und im April 2016 auslief. Letzte Zahlungen werden jetzt noch abgewickelt. Die Bilanz der Stadt Coburg: 636 Objekte wurden gefördert, rund 4,54 Millionen Euro wurden ausbezahlt. Zuschüsse gab es sowohl dann, wenn Wohnraum für Familien mit Kindern geschaffen wurde als auch dann, wenn eine Familie eine Wohnung oder ein Haus kaufte, um es selbst zu nutzen. Allerdings gab es auch einige wenige Fälle, in denen der erhaltene Zuschuss wieder zurückgezahlt werden musste, weil der Zweck nicht erfüllt wurde. Das waren in der Summe 87 000 Euro, berichtet die Kämmerei. sb

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