Ebermannstadt

Stadt sucht Existenzgründer

Im Kampf gegen Leerstände lobt das Stadtmarketing Ebermannstadt einen Wettbewerb aus. Gleichzeitig soll der Branchenmix größer und attraktiver werden. Zum Start kommt Umweltminister Thorsten Glauber.
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In Ebermannstadt erfolgreich als Unternehmer durchstarten: Dies ist das Ziel des "Stadtup" Ebermannstadt.  Foto: Josef Hofbauer
In Ebermannstadt erfolgreich als Unternehmer durchstarten: Dies ist das Ziel des "Stadtup" Ebermannstadt. Foto: Josef Hofbauer
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Josef Hofbauer Was in Ried in Österreich so wunderbar funktioniert hat und was auch in der schwäbischen Kleinstadt Krumbach von Erfolg gekrönt war, sollte doch auch in Ebermannstadt klappen. Davon ist jedenfalls Zentrenmanagerin Annika Eckert überzeugt.

Ziel des Projektes "Stadtup", das Ende dieses Monats gestartet werden soll, ist es, Unternehmer zu finden, die in Ebermannstadt ein neues Geschäft eröffnen wollen. Existenzgründer können sich an dem Wettbewerb ebenso beteiligen wie Unternehmer, die in der Wiesent-Metropole eine Filiale eröffnen wollen.

Leerstände beseitigen

Einerseits, so Annika Eckert, könnten dadurch derzeit leer stehende Immobilien wiederbelebt werden, andererseits werde durch zusätzliche Unternehmen der Branchenmix in Ebermannstadt weiterentwickelt. Die Zentrenmanagerin ist sich sicher, dass der Business-Wettbewerb eine gute Sache für Ebermannstadt werden kann und das Image der Stadt nachhaltig positiv beeinflussen wird.

Das Projekt ist ein Wettbewerb, bei dem innovative Unternehmenskonzepte aus den Bereichen Handel, Dienstleistung, Handwerk und Gastronomie auf ihre Realisierbarkeit bzw. "Standortverträglichkeit" von einem lokalen Experten-Netzwerk bewertet und prämiert werden, erklärt die Zentrenmanagerin das Vorhaben.

19 Partner packen mit an

Insgesamt 19 Partner stellen den (Jung)Unternehmern Servicepakete als Anreiz zur Verfügung, die den Einstieg in Ebermannstadt erleichtern sollen. "Stadtup" Ebermannstadt bietet Interessierten ein erstklassiges Start-Paket für die berufliche Unabhängigkeit, Neuorientierung oder Geschäftserweiterung, so Eckert. Jetzt sind unternehmerische Ideen gefragt.

Um sie bewerten zu können, muss dem Expertenteam unter anderem auch ein Businessplan vorgelegt werden. Dann können die 19 Netzwerkpartner die Unternehmer bei der Umsetzung der Geschäftsidee optimal unterstützen. Hilfen und Beratung gibt es in Unternehmens-, Steuer-, Rechts- und Finanzierungsangelegenheiten, bei der Werbung oder bei der Suche nach einem geeigneten Standort für das Geschäft.

 

Erfolg ist dokumentiert

Im 12 000 Einwohner zählenden Ried im Innkreis machte sich beispielsweise ein Orthopädie-Schuhmachermeister selbstständig, dem die Kunden bei der Arbeit zuschauen können. Dank "Stadtup" etablierte sich dort auch ein Laden mit einer gut sortierten Auswahl an Kinderbekleidung, Spielsachen, Deko- und Wohnaccessoires und besonderen Geschenkideen sowie ein familiär geführtes Studio für Bewegung und Haltung.

Übrigens: Zur Auftaktveranstaltung beziehungsweise zur offiziellen Präsentation des Wettbewerbes in Ebermannstadt wird der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW) als Ehrengast erwartet.

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