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Bad Staffelstein
lesermeinung

Stadt soll sich schämen

Zum Bahnhofsgebäude in Bad Staffelstein: Es sei wohl den Denkmalschützern und den Leuten vergönnt, die sich solche Dinge gerne ansehen. Das Ganze war ja auch am 9. September zu bewundern. Aber was das...
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Zum Bahnhofsgebäude in Bad Staffelstein: Es sei wohl den Denkmalschützern und den Leuten vergönnt, die sich solche Dinge gerne ansehen. Das Ganze war ja auch am 9. September zu bewundern. Aber was das Bahnhofsgebäude und den Bahnhof schlechthin in Bad Staffelstein angeht, sind mir so einige Gedanken dabei gekommen. Was können sich die täglich geplagten Menschen davon abbeißen, dass sie sich an einem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude vorbeibewegen "dürfen". Täglich kann man dort beobachten, wie sich Behinderte, Mütter mit Kinderwagen, Reisende mit Koffern, Fahrradfahrer die Treppen hinauf und hinab quälen, häufig mit Hilfe anderer. Hier sind die Stadtväter nicht fähig, dass sie es durchsetzen, einen barrierefreien Bahnhof zu bekommen. Das Bahnhofsgebäude (Denkmal) dient noch nicht einmal dazu, dass einer drin sitzt, der Fahrkarten verkauft oder ganz einfach Leute berät. Nein, da muss man nach Lichtenfels fahren! In Mickey- Maus-Größe hängen die Abfahrtszeiten in einem großen Rahmen. Der Automat, der dort steht, kann bei Sonne nicht bedient werden. Wenn dieser wenigstens noch in der Bahnhofshalle stehen würde, oder sogar ein zweiter, dann hätte diese Halle sogar noch einen Sinn. Aber so dient sie eben nur dazu, Besichtigungen vorzunehmen am Tag des offenen Denkmals. Als Kur- und Badstadt mit einer namhaften Kurklinik besonders für Rehagäste vor Ort sollte sich die Stadt BAD Staffelstein schämen, so einen verkommenen Bahnhof der Bevölkerung und den Gästen anzubieten.

Ursula Fischer

Bad Staffelstein

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