Münnerstadt
Stadtrat

Stadt schießt nur bei Investitionen von Vereinen zu

Mit drei Anträgen auf Bezuschussung beschäftigten sich die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung. In zwei Fällen gewährten die Kommunalpolitiker einstimmig die Anliegen, einen Antrag lehnten sie einstim...
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Mit drei Anträgen auf Bezuschussung beschäftigten sich die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung. In zwei Fällen gewährten die Kommunalpolitiker einstimmig die Anliegen, einen Antrag lehnten sie einstimmig ab.

Der Verein Gartenbau und Landschaftspflege Burghausen hatte um einen Zuschuss für die Restaurierungsarbeiten des Kriegerdenkmals in Burghausen gebeten. "Es war unserem Verein mit 60 Mitgliedern eine Herzensangelegenheit, den Gefallenen und Verstorbenen der letzten beiden Weltkriege ein würdiges Denkmal in Ehren und Erinnerung zu erhalten", hieß es im Zuschussantrag. Von den Kosten für Reinigung und Auslegen der Inschrift in Farbe in Höhe von rund 2200 Euro wird die Stadt die üblichen zehn Prozent, also 220 Euro, übernehmen.

Zuschuss für Garden

Die Kolpingsfamilie Münnerstadt hatte einen Antrag auf Förderung der Jugendarbeit gestellt. Dabei ging es um die Bezuschussung von Anschaffungen für alle drei Garden der Kolpingsfamilie. Eine entsprechende Rechnung über rund 1800 Euro war beigefügt. 180 Euro davon übernimmt die Stadt Münnerstadt.

Ganz anders war die Reaktion auf den Antrag von Peter Martin, Geschäftsführer des Altenheims "Haus der Familie" in Windheim. Peter Martin hatte um Förderung der Anschlusskosten für das Altenheim samt Café ans Breitband gebeten. Zur Begründung gab er an, dass mit einem Breitbandausbau durch die Telekom in absehbarer Zeit wegen des Ausbaus durch NefTV nicht zu rechnen sei, die jetzige Bandbreite nicht ausreiche. Deswegen will er nun an das bestehende Breitbandnetz anschließen.

Leo Pfennig (Free Wähler) wollte zunächst einmal wissen, von welchen Summen gesprochen wird und erfuhr, dass es um Anschlusskosten in Höhe von 2830 Euro brutto geht. "Wir haben eine Regelung für Vereine, nicht für Wirtschaftsunternehmen", meinte Axel Knauff (SPD). Windheims Ortsreferent Klaus Schebler (Neue Wege) hatte mit dem Betreiber gesprochen und machte darauf aufmerksam, dass die Investition eine große Belastung für das "Haus der Familie" darstelle. Es reiche ja auch ein symbolischer Zuschuss. Bürgermeister Helmut Blank (CSU) sagte, dass der Stadtrat in dieser Angelegenheit Farbe bekennen müsse. Wenn diesem Antrag stattgegeben werde, würden weitere folgen. "Das ,Haus der Familie‘ kann sich nicht über das Wohlwollen der Stadt beklagen", fügte Axel Knauff hinzu. Bei der Diskussion kam noch zur Sprache, dass das Altenheim nach dem Ausbau des Netzes zu wesentlich günstigeren Konditionen hätte angeschlossen werde können, dies damals aber nicht gewünscht worden sei. So lehnten die Stadträte den Antrag schließlich einstimmig ab.

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