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Kronach
Festungsparkplatz

Stadt: kein unbedachter Schnellschuss

Zu unserem Artikel "Eine ,Landebahn' für die Festung" in der Mittwochsausgabe hat die Stadt Kronach Stellung genommen. "Bei der Sanierung der Festung Rosenberg werden höchste Ansprüche an denkmalgerec...
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Zu unserem Artikel "Eine ,Landebahn' für die Festung" in der Mittwochsausgabe hat die Stadt Kronach Stellung genommen. "Bei der Sanierung der Festung Rosenberg werden höchste Ansprüche an denkmalgerechtes Vorgehen gestellt. Alle Planungen in den Gebäuden und in den Freibereichen werden mit der Denkmalpflege abgestimmt", heißt es in einer Pressemitteilung.

Und weiter heißt es darin: "Wenn es das Ziel ist, die Attraktivität der Festung für Besucher zu steigern und ihre Nutzungsmöglichkeiten zu erweitern, ist es unumgänglich, auch auf den ersten Blick eher unerfreuliche - weil wenig historisch anmutende - Zweck-Einrichtungen, wie z.B. einen leistungsfähigen, den Anforderungen der Verkehrssicherheit genügenden Parkplatz zu realisieren.

Die Planung eines Parkplatzes im äußeren Wallgraben ist kein unbedachter Schnellschuss, der irgendjemanden ,vor vollendete Tatsachen' stellen soll. Sie reicht zurück ins Jahr 2015. Zunächst wurde sie mit den Fördergeldgebern und Fachstellen der Festungssanierung abgestimmt. Weiter war sie fester Bestandteil des Modellprojektes ,Kronach barrierefrei 2023' und wurde übrigens in der Veröffentlichung ,Bollwerk wird zum Schmuckstück' des Fränkischen Tages vom 3. August 2016 erwähnt. Auch weitere Informationen über die Medien während der Bauphase hätten eigentlich dazu führen sollen, dass nun niemand erschreckt.

Es ist verständlich, dass dem Festungsbesucher im äußeren Wallgraben der bisherige Eindruck einer weitgehend naturbelassenen Grünfläche besser gefallen hat, als eine Verkehrsanlage. Allerdings sollte bei der Kritik daran nicht über das Ziel hinausgeschossen werden. Bei einer Gesamtfläche von 5100 qm und einer Asphaltfläche für die Fahrbahn von lediglich 1200 qm von einer Asphaltwüste zu sprechen und ein tendenziöses Foto - aufgenommen aus der Meerschweinchenperspektive - zu veröffentlichen, ist unredlich.

Der Anteil an versiegelter Fläche wurde durch die Verwendung von begrüntem Rasengitter-Pflaster und Schotterrasen so gering gehalten, wie es die Verkehrssicherheit auf einem öffentlichen Parkplatz zulässt.

Bei der Kritik an Einzelmaßnahmen ist es angebracht, den Gesamtzusammenhang zu berücksichtigen." red

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