Rödental

Stadt kauft ehemalige Rewe

Lebensmittelmärkte gibt es schon genug in Rödental, findet der Stadtrat. Daher wird nach einem Partner gesucht, der nach dem Ankauf des Rewe-Geländes in Mönchröden dort betreutes Wohnen ermöglicht.
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Das alte Rewe-Gelände in Mönchröden gehört jetzt der Stadt. Sie sucht einen Investor für eine neue Nutzung. Foto: Berthold Köhler
Das alte Rewe-Gelände in Mönchröden gehört jetzt der Stadt. Sie sucht einen Investor für eine neue Nutzung. Foto: Berthold Köhler

Die Stadt Rödental hat das Grundstück des ehemaligen Rewe-Marktes im Stadtteil Mönchröden erworben, das teilte Bürgermeister Marco Steiner (FW) am Mittwoch mit.

Auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück soll nach den Vorstellungen der Stadt baldmöglichst ein Wohnkomplex für betreutes Wohnen entstehen. "Die Nachfrage nach einer derartigen Wohnform in Rödental ist in den letzten Monaten stetig angestiegen", sagte Steiner. Deshalb habe sich der Bürgermeister dieser Thematik angenommen. "Dem Kaufvertrag sind monatelange Gespräche und Verhandlungen mit dem Eigentümer vorausgegangen", schildert Marco Steiner. Dabei war auch der Stadtrat stets eingebunden. Auch dieser vertrat die Auffassung, anstelle einer weiteren Ausweitung des Angebots an Lebensmitteleinzelhandel in Rödental lieber in dieser zentraler Lage zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

"Mit dem Erwerb des Grundstückes ist die Chance auf den baldigen Bau von Betreutem Wohnen in greifbare Nähe gerückt. Die Grundstücksgröße und die Lage sind ideal für diese Nutzung", sagte Marco Steiner. Bahnhof, Geh- und Radweg, zu Fuß erreichbare Einkaufsmöglichkeiten im Lebensmittelhandel, Metzgerei und Bäckerei werden die Nachfrage noch beflügeln, ist Steiner überzeugt. Erste Kontakte zu potenziellen Investoren wurden bereits aufgenommen. Nun müssen die Gespräche in den nächsten Monaten intensiviert werden. Ziel soll sein, bereits im kommenden Jahr Baurecht zu schaffen und das Projekt 2021 umzusetzen. Das Grundstück mit ehemaligem Lebensmittelmarkt auf der einen und einem ehemaligen Getränkemarkt auf der anderen Seite des Parkplatzes lässt sich frei gestalten. Laut Steiner können dort mehrere Gebäude errichtet werden. Der Raum dazwischen kann entsprechend den Bedürfnissen der Bewohner gestaltet werden.

Erstmals an Kommune verkauft

Ein wenig stolz ist Marco Steiner schon, dass es ihm gelungen ist, das Grundstück für die Stadt zu erwerben. Es sei das allererste Mal, dass der Konzern eine Immobilie an eine Kommune veräußert, sagt er. Die Bebauung in Eigenregie zu stemmen ist für die Stadt keine Option, wie Marco Steiner auf Anfrage erklärte. Es würden vielmehr Gespräche geführt mit Partnern, die bereits ähnliche Projekte verwirklicht haben. Mit dem neuen Raumangebot für betreutes Wohnen verbindet der Bürgermeister auch die Hoffnung, Bewegung in den Wohnungsmarkt in der Stadt zu bringen. "Es leben ja oft ältere Leute alleine oder zu zweit in einem großen Haus und wünschen sich, in eine kleinere Wohnung mit Betreuung umziehen zu können", so Marco Steiner. Damit würden dann große Einfamilienhäuser frei und könnten von jungen Familien gekauft werden, so die Hoffnung.

Nun muss die Stadt aber erst einen Partner für das Projekt auf dem ehemaligen Rewe-Gelände finden. Dabei ist es nicht das Ziel, große Gewinne zu erzielen. "Wir sind keine Immobilienmakler. Wichtig ist uns, möglichst null auf null dabei herauszukommen. Der Profit ist für uns der Vorteil, den die Stadt dadurch gewinnt", sagte Marco Steiner.

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