Herzogenaurach
Umweltausschuss

Stadt erhöht Fördermittel für Klimaschutzmaßnahmen

Auf der Tagesordnung der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses stand ein Antrag des Agenda-Arbeitskreises (AK) Energie zur Erstellung eines Konzeptes zur Wärmeversorgung der Stadt Herzogenaurach...
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Der Kauf von Lastenfahrrädern, wie sie bei der Herzogenauracher Fahrradmesse vorgestellt wurden, wird auf Antrag von der Stadt bezuschusst. Foto: Richard Sänger
Der Kauf von Lastenfahrrädern, wie sie bei der Herzogenauracher Fahrradmesse vorgestellt wurden, wird auf Antrag von der Stadt bezuschusst. Foto: Richard Sänger

Auf der Tagesordnung der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses stand ein Antrag des Agenda-Arbeitskreises (AK) Energie zur Erstellung eines Konzeptes zur Wärmeversorgung der Stadt Herzogenaurach. Wie AK-Sprecher Johannes Kollinger berichtet, wurde dem Antrag zugestimmt. In dem Konzept sollen konkrete Energieeinsparmöglichkeiten und Energiesysteme aufgezeigt, Maßnahmen definiert und die wirtschaftlichen Auswirkungen untersucht werden. Dabei sei insbesondere der Ausbau der Fern- bzw. Nahwärmenetze zu berücksichtigen. Auf dieser Grundlage soll dann die Umsetzbarkeit des Konzeptes bis 2030 bewertet und ein möglicher Zeitrahmen festgelegt werden.

Budget soll kräftig wachsen

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Überarbeitung der Förderrichtlinien mit Aufnahme der Förderung für Fassadenbegrünung und Begrünung entsiegelter Flächen sowie für Lastenfahrräder und saisonale Speicher. Der Ausschuss empfiehlt dem Stadtrat, das derzeitige Budget von 80 000 Euro ab 2020 auf 150 000 Euro zu erhöhen.

In den überarbeiteten Katalog mit seinen Förderbausteinen fallen auch Heizungsumstellungen von fossiler auf regenerativer Energie sowie Stromsparberatung und die Solarthermie. Wie die Klimaschutzbeauftragte Mignon Ramsbeck-Ullmann bei einer Präsentation erläuterte, sollen durch die Einführung der Förderung von Fassadenbegrünung und Begrünung entsiegelter Flächen ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas, zur Verschönerung des Stadtbildes und ein Beitrag zur CO2 -Bindung sowie verzögertem Regenwasserabfluss geleistet und honoriert werden.

Ebenso soll eine Umstellung der Mobilität durch die Anschaffung von Lastenfahrrädern gefördert werden, da hierdurch der CO2 -Ausstoß ebenfalls vermindert werden kann. Neben der bisherigen Förderung von Heizungsumstellungen soll die Anschaffung von saisonalen Speichern gefördert werden, und eine erhöhte Förderung für Heizungsanlagen soll einen besseren Anreiz zur Installation einer solchen Anlage geben.

Bei einer bodengebundenen Fassadenbegrünung kann eine Förderung in Höhe von maximal 30 Prozent der Kosten und höchstens 500 Euro gewährt werden. Die Umgestaltung von Siedlungsflächen durch Entsiegelung und anschließender Begrünung von mindestens zehn Quadratmetern wird mit zehn Euro je Quadratmeter Pflanzfläche im Bereich zuvor versiegelter Flächen gefördert, maximal mit 1800 Euro. Bei einer Heizungsumstellung oder dem Einbau einer Lüftungsanlage bzw. eines saisonalen Wärmespeichers in Verbindung mit Solarthermie bis 3000 Liter ist eine Förderung ab 1000 Euro möglich und bei einer Gesamtsanierung werden, je nach KfW-Effizienz, pauschale Fördermittel bis zu 6500 Euro gewährt. Bei nachweislich verwendeten ökologischen Baustoffen gibt es auch einen Öko-Bonus.

Wie bereits in einer Reihe von anderen Städten soll in Herzogenaurach mit den neuen Förderbausteinen die Beschaffung von ein- und zweispurigen, zulassungs- und versicherungsfreien Lastenfahrrädern mit mindestens 40 Kilogramm Zuladung angekurbelt werden. Je Antragsteller ist im Zeitraum von zwei Jahren ein Fahrzeug förderfähig und die Förderhöhe beträgt 20 Prozent der Kosten, aber höchstens 500 Euro. Auf Nachfrage von Retta Müller-Schimmel (Grüne) erklärte der Bürgermeister, dass auch die Stadt selbst ein Lastenfahrrad beschafft, das vom Amt für Stadtmarketing bei der Fahrradmesse getestet und für gut befunden wurde.

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