Kleintettau

Stabwechsel in Kleintettau

Die Schildwiese ist eine der Wechselstationen beim Rennsteig-Staffellauf am kommenden Samstag. 230 Staffeln laufen von Hörschel nach Blankenstein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sie stehen vor einer großen logistischen Herausforderung an der Wechselstation Schildwiese bei Kleintettau, wo die neunte Etappe des Rennsteig-Staffellaufes beginnt. Von links PHK Markus Löffler (Leiter PI Ludwigsstadt), Bürgermeister Peter Ebertsch, Stefan Wick (Organisationsteam- Wechselstation). Foto: K.- H. Hofmann
Sie stehen vor einer großen logistischen Herausforderung an der Wechselstation Schildwiese bei Kleintettau, wo die neunte Etappe des Rennsteig-Staffellaufes beginnt. Von links PHK Markus Löffler (Leiter PI Ludwigsstadt), Bürgermeister Peter Ebertsch, Stefan Wick (Organisationsteam- Wechselstation). Foto: K.- H. Hofmann

Die Rennsteigregion im Landkreis Kronach erwartet wieder einen Ansturm beim Rennsteig-Staffellauf. Das Großereignis ist für die Organisatoren, Polizei und Feuerwehren am kommenden Samstag, 22. Juni, eine große logistische Herausforderung. 230 Staffeln sind gemeldet. Eine von zehn Etappen, die von Hörschel bis nach Blankenstein (168,97 Kilometer) führen, führt zur vorletzten Wechselstation an der Schildwiese bei Kleintettau.

Das heißt, 230 Staffelläufer die hier einlaufen, werden an weitere 230 Läufer ihren Transponder (statt eines Staffelstabes) weitergeben und diese Läufer auf die neunte Etappe nach Grumbach schicken, ehe ein letzter Wechsel zum Schlussläufer erfolgt.

Die Organisatoren um Falk Wick haben zwei Jahrzehnte Erfahrung an der Wechselstation an der Schildwiese in Kleintettau. Dennoch ist dieses Jahr wieder eine neue besondere Herausforderung. Erstmals läuft man nicht von Blankenstein startend nach Hörschel, sondern in umgekehrter Richtung. Weil die Schildwiese damit den Wechsel vom achten zum neunten Staffelläufer erlebt wird es ein ganz anderes Zeitfenster ergeben. Waren bisher die Tettauer Idealisten an der Wechselstation schon ab früh 7 Uhr gefordert, wird man an diesem Samstag ab circa 13 Uhr an der der Zeitnahmestation voll konzentriert sein müssen.

Feuerwehren regeln Verkehr

In einem Pressegespräch teilte der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigsstadt, Polizeihauptkommissar Markus Löffler, mit, dass ab Spechtsbrunn entlang der Landstraße auf Thüringer Seite die Einbahnstraßenregelung Richtung Schildwiese KC 1 auf bayerischer Seite bis zur Einmündung in die Staatsstraße 2209 (Frankenwaldhochstraße oder Rennsteigstraße) gilt. Die umgekehrte Laufrichtung erfordere mehr logistischen Aufwand und ein wesentlich größeres Einsatzzeitfenster. An zehn Straßenquerungen werden im bayerischen Abschnitt von der Schildwiese bis nach Lauenhain die Feuerwehren den Verkehr regeln. Es sind dies die Feuerwehren Tettau, Kehlbach, Windheim, Steinbach am Wald und Lauenhain. Löffler appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich an die Anweisungen der Feuerwehren zu halten, damit die Großveranstaltung unfallfrei verläuft.

Bürgermeister Peter Ebertsch (Tettau) dankt vorab schon den Polizeiinspektionen Ludwigsstadt, Kronach und Coburg sowie den Feuerwehren und dem Organisationsteam um Falk Wick an der Wechselstation. Die Helfer an der Wechselstation werden mehrere Stunden zu tun haben, denn es sind auch reine Amateurläufer am Start, die nach sechs bis sieben Stunden beziehungsweise über 140 Kilometern Laufstrecke entsprechende Zeitrückstände haben.

Für Nachzügler bis 22 Uhr

Laut Marcus Clauder, dem Geschäftsführer des Veranstalters "GuthsMuths-Rennsteiglaufverein", ist zwischen 13.30 und 14 Uhr mit dem Eintreffen der schnellsten Läufer an der Schildwiese zu rechnen, während Nachzügler noch bis 22 Uhr passieren können. Die schnellsten Staffeln würden nach maximal neun Stunden das Ziel in Blankenstein erreichen, dagegen kommen nicht so trainierte Teams durchaus erst nach Mitternacht an. Deutschlands größter Staffellauf ist eine hochkarätige Herausforderung. Hier zählt nicht nur die läuferische Leistung, sondern auch Teamgeist. Die Teams starten mit jeweils zehn Sportlern. Bürgermeister Ebertsch lädt interessierte Zuschauer herzlich ein. Es gebe genug Parkplätze rund um Kleintettau. Er freut sich, dass am Samstag erst zur Mittagszeit das Großereignis stattfinden wird, da sei es für manchen leichter, an die Strecke zu kommen als früh um 7 Uhr. eh

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren