Oberleichtersbach
Wald

Staatliche Förderung für Biotopbäume

Birgit Bladde von der Forstverwaltung Rupboden informierte die Oberleichtersbacher Gemeinderäte bei deren Sitzung über naturschutzrechtliche Ziele im Gemeindewald. Die Forstverwaltung Rupboden führt d...
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Birgit Bladde von der Forstverwaltung Rupboden informierte die Oberleichtersbacher Gemeinderäte bei deren Sitzung über naturschutzrechtliche Ziele im Gemeindewald.

Die Forstverwaltung Rupboden führt die Beförsterung und Betriebsleitung des Oberleichtersbacher Gemeindewalds durch.

Nach dem Waldbetriebsplan 2018 sollen 1578 Festmeter Holz im Gemeindewald eingeschlagen werden, bei 1011 Festmetern ist dies bereits erfolgt.

Da der Holzpreis für Fichtenholz in diesem Jahr stark zurückgegangen ist, wurden nur die notwendigen Einschläge vorgenommen. Der Bucheneinschlag am "Pilsterkopf" konnte gut verkauft werden.

Keine relevanten Flächen

Bladde stellte dem Gemeinderat das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) vor. Mit diesem Programm soll unter anderem der Erhalt von Biotopbäumen und das Belassen von Totholz im Wald gefördert werden. Werden Biotopbäume für zwölf Jahre aus der wirtschaftlichen Nutzung herausgenommen, so wird dies mit 125 bis 195 Euro pro Laubbaum und 150 Euro pro Nadelbaum honoriert. Das Liegenlassen von Totholz wird mit 90 Euro pro Baum gefördert.

Auch eine Flächenförderung in Höhe von 1200 Euro pro Hektar sei möglich, es gebe aber im Gemeindewald keine relevanten Flächen dafür.

Spätere Nutzung möglich

Am "Pilsterkopf" gebe es 20 Bäume, die als Biotopbäume in Frage kämen und für zwölf Jahre aus der wirtschaftlichen Nutzung herausgenommen werden könnten.

Danach könnten sie wieder genutzt werden. Dies brächte der Gemeinde einen einmaligen Förderungsbetrag von 3200 Euro.

Noch Klärungsbedarf

Der Gemeinderat brachte auch noch andere Waldflächen, wie beispielsweise unterhalb des Dreistelzes ins Gespräch. Bevor man aber eine endgültige Entscheidung zur Teilnahme an dem Programm treffe, möchte der Oberleichtersbacher Bürgermeister Dieter Muth mit der unteren Naturschutzbehörde klären, ob man solche Bäume auch in die Berechnung von Ausgleichsflächen für Baugebiete aufnehmen könne.

Anträge genehmigt

Dem Antrag auf Baugenehmigung zum Teilabbruch des Stalles und der Garage und Wiederaufbau als Lkw-Unterstand in Oberleichtersbach gaben die Gemeinderäte ebenso statt wie dem Antrag auf Verlängerung der Baugenehmigung zum Umbau der ehemaligen Raiffeisenbank zu einem Wohnhaus in Modlos.



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