Ebermannstadt

St. Marien wird nun saniert

Architekt Ralf Bahl, Forchheim, präsentierte den Mitgliedern des Bauausschusses die Pläne für die Umgestaltung und den Anbau am Kindergarten St. Marien. Die Gesamtkosten liegen bei knapp drei Millionen Euro.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Kindergarten "Zwergenland" sollen während der Bauphase Container aufgestellt werden, um die Kinder unterzubringen.  Foto: Josef Hofbauer
Am Kindergarten "Zwergenland" sollen während der Bauphase Container aufgestellt werden, um die Kinder unterzubringen. Foto: Josef Hofbauer

JOsef Hofbauer Drei Jahre nachdem die Sanierung des Spielplatzes am Kindergarten St. Marien in Angriff genommen wurde, soll nun der Kindergarten selbst saniert und erweitert werden. Die Planung stellte Architekt Ralf Bahl, Forchheim, den Mitgliedern des Bauausschusses in der jüngsten Sitzung des Gremiums vor.

Die wichtigsten Neuerungen: Im Südwesten des Hauptgebäudes, das 1,35 höher als der Querbau im Südosten liegt, entsteht ein Mehrzweck und Speiseraum, sowie eine Küche. Dieser Erweiterungsbau wird 93 Quadratmeter groß, so dass die Gesamtfläche des viergruppigen Kindergartens auf 766 Quadratmeter wächst.

Der Hauptbau umfasst drei Gruppenräume, einen Spielflur und drei WC Anlagen, die den jeweiligen Kindergarten-Gruppen zugeordnet sind. Außerdem gibt es einen Personalraum und ein Lager, das im Westen des Gebäudes angeordnet ist.

Mit Schrägaufzug

Der etwas tiefer gelegene Trakt beherbergt den vierten Gruppenraum - wie die anderen Gruppenräume mit Intensiv-Spielecke -, einen Kreativraum und einen Mehrzweckraum. Außerdem wird in diesem Trakt eine barrierefreie WC-Anlage eingebaut. "Und die Erzieherinnen erhalten ihren heiß ersehnten Besprechungsraum", erklärte Architekt Bahl. Im Eingangsbereich wird die Wartezone für die Eltern vergrößert.

Die Höhendifferenz zwischen den beiden Gebäudeteilen, die durch eine Innentreppe mit acht Stufen verbunden sind, wird durch einen Rollstuhlfahrer-Schrägaufzug überwunden.

Haustechnik komplett neu

Im Zuge der Generalsanierung, so Architekt Bahl, werden sämtliche Bodenbeläge erneuert, neue abgehängte Akustikdecken installiert und neue Innentür-Elemente eingebaut. Auch die gesamte Haustechnik steht auf dem Prüfstand. So werden sämtliche Sanitärräume erneuert. Da die alten Leitungen extreme Korrosionsschäden aufweisen und im Querschnitt durch Ablagerungen geschwächt sind, muss auch die gesamt Wasserversorgung erneuert werden. Die Deckenbeleuchtung wird ebenfalls ausgetauscht und auf LED-Leuchtkörper mit einer Beleuchtungsstärke von 300 Lux umgestellt. Die überdimensionierten Rippen-Heizkörper werden durch schmale Niedertemperatur-geführte Plan-Heizkörper ersetzt. Schließlich erhält der Anbau eine Fußbodenheizung.

Zukunftsorientiert

Die Brandmeldeanlage muss ebenso nachgerüstet werden, wie die Blitzschutzanlage und die Außenfasse, die wärmegedämmt wird.Komplettiert wird die Sanierung durch neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung.

Auch ein neuer Heizkessel wird notwendig, denn die bisherige Heizanlage hat rund drei Jahrzehnte auf dem Buckel. Sie wird allerdings kleiner ausfallen als bisher, denn mittelfristig ist der Anschluss des Kindergartens an ein Blockheizkraftwerk geplant, das den Kindergarten, den benachbarten Gebäudeteil Bücherei und Hort sowie die ehemalige Schreinerei mit Energie versorgen wird. Die Verbindungsleitungen dafür werden im Zuge der Sanierung des Kindergartens gleich mit verlegt.

Kanalisiert werden soll auch das Regenwasser, das sich auf dem Parkplatz vor dem Kindergarten sammelt. In einer Leitung soll dieses Oberflächenwasser in Richtung Mittelschulweg abgeleitet werden. Dieser Kanal, der von allen Einrichtungen des Hasenbergzentrum genutzt wird, ist auf 226 000 Euro veranschlagt.

Keller wird trocken gelegt

Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang die Sanierung des feuchten Kellerraumes unter dem Kindergarten. Dafür sind 168 000 Euro eingeplant. Diese Sanierung sei sinnvoll, weil dringend Lagerräume benötigt werden.

Die Kosten für die Sanierung des Kindergartens und die Erstellung des Anbaus bezifferte Ralf Bahl auf 2,8 Millionen Euro. Dieser Betrag liegt um rund 300.000 Euro über der Kostenschätzung die er vor zwei Jahren für dieses Projekt abgeben hatte. Als Fördersumme nannte der Architekt 1,63 Millionen Euro, so dass die Stadt rund 1,5 Millionen in die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Marien investieren muss.

Hier sind zwar die Kosten für die Kellersanierung und den nicht förderfähigen Kanal berücksichtigt, nicht aber die Kosten, die sich auf Grund der Auslagerung der Kindergarten.Gruppen während der Bauzeit ergeben. Ein entsprechende Konzept soll in Kürze vorgelegt werden.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren