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SPZ-Heimbeirat trug der SPD Wünsche vor

Eine lange Ideenliste präsentierten die Bewohner des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ) an der Eiswiese beim Besuch der SPD-Stadtratskandidaten mit Bürgermeister Jürgen Hennemann. Der Heimbeirat hat...
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Eine lange Ideenliste präsentierten die Bewohner des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ) an der Eiswiese beim Besuch der SPD-Stadtratskandidaten mit Bürgermeister Jürgen Hennemann. Der Heimbeirat hatte laut SPD-Mitteilung im Vorfeld die Bewohner befragt, und vier seiner Mitglieder trugen das Ergebnis den Gästen vor.

Da fanden sich große Wünsche wie eine Go-Kart-Bahn, ein Bowlingcenter, mehr Bekleidungsgeschäfte und ein McDonalds. Wobei gleich betont wurde, dass das Essen in der Einrichtung (es wird vom Zeilberg geliefert) sehr gut schmecke und auch das Angebot in Ebern abwechslungsreich sei.

Aber es wurden auch umsetzbare Vorschläge gemacht: mehr Treffmöglichkeiten mit der Bevölkerung, etwa bei gemeinsamen Spieletagen. Ein Kneippbecken. Beim Punkt Kinovorführungen verwies Michael Dieckmann auf das Kinoangebot der Volkshochschule.

Und nicht nur Forderungen wurden formuliert, sondern auch Angebote gemacht. "Ich könnte mir vorstellen, dass ich für zwei Stunden ins Altenheim gehe und den dortigen Bewohnern Gesellschaft leiste", erklärte eine Bewohnerin.

Ruth Metter verwies auf die Bürgernetzgemeinschaft, die vom Bürgerbüro betreut werde und Hilfsangebote für Senioren vermittelt. Die Bewohner wünschen sich im Gegenzug Paten, die sie zum Beispiel zu Vereinen begleiten. Denn sie möchten sich gerne einbringen, es fehle allerdings oft an einem Begleiter, der hilft, hieß es.

Gern hätten die Bewohner eine Minigolfanlage neben der Eiswiese oder einen Spielplatz für Erwachsene mit Fitnessgeräten und Liegebänken. Derzeit sei das nicht in größerem Stil finanzierbar, erläuterte Jürgen Hennemann. Aber deshalb sei der Vorschlag nicht vergessen. Er und die SPD-Stadträte wollen weiter nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen, vielleicht sei über die Baunach-Allianz etwas möglich, so Hennemann.

Aus der Diskussion entwickelte sich die Idee, vielleicht mit Hilfe des Bauhofs erst einmal nur eine oder zwei Bahnen zum Minigolfspielen an der Eiswiese zu schaffen.

Die SPZ-Bewohner leben gerne in Ebern: Der Umgang mit der Bevölkerung und in den Geschäften sei unkompliziert. "In Ebern fühlen wir uns dazugehörig", wurde betont. Allerdings gebe es immer noch, hinter vorgehaltener Hand, Vorbehalte gegenüber psychisch Kranken.

Da helfe nur weitere Information, betonte Winfried Golonka, Vorsitzender des Eberner VdK und Stadtratskandidat. Das SPZ öffne sich durchaus, sagte Einrichtungsleitern Karolin Spörl. Aber Feste und Veranstaltungen seien wegen der Krankheitsbilder und -verläufe nur begrenzt planbar.

Auch die nötige Verbesserung der Barrierefreiheit in der Stadt war Thema. So sei es für Rollstuhlfahrer schwierig, über das Pflaster der Altstadt zu kommen, und so mancher Randstein sei zu hoch und behindere eine sichere Straßenüberquerung. red

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