Münnerstadt
Zukunft

Sportvereine wollen sich fit machen für das nächste Jahrzehnt

und Heike Beudert Knapp 50 Verantwortlichen aus mehr als 25 Sportvereinen nahmen an der Auftaktveranstaltung der Nes-Allianz zum Projekt "Vereine 2030" in Salz teil. Mit dabei war auch der TSV Münners...
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und Heike Beudert Knapp 50 Verantwortlichen aus mehr als 25 Sportvereinen nahmen an der Auftaktveranstaltung der Nes-Allianz zum Projekt "Vereine 2030" in Salz teil. Mit dabei war auch der TSV Münnerstadt. Denn auch im Münnerstädter Verein ist es ein Thema, wie sich der Verein zukunftsfest macht, das Ehrenamt zu entlasten oder junge Mitglieder zu binden.

Mit von der Partie war Vorstandsmitglied Günter Scheuring. Er betonte auf Anfrage, was angesprochen wurde, beispielsweise Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Im TSV gebe es bereits gleichberechtigte Vorstände mit Aufgaben-Schwerpunkten, erläutert Scheuring. TSV-Vorstand Johannes Wolf berichtet auf Anfrage von guten Erfahrungen mit Social Media, um junge Mitglieder auch außerhalb des sportlichen Bereichs an den Verein zu binden.

In der Vereinsversammlung in Salz zeigte Referent Michael Blatz die Problemfelder für Sportvereine wie abnehmendes ehrenamtliches Engagement, leere Kassen oder Mitgliederschwund für Sportvereine auf, um dann den Vereinsfunktionären konkrete Hilfen an die Hand zu geben, ihren Verein für die Zukunft aufzustellen.

"Es ist für jeden Verein unabdingbar, zuerst ein konkretes Ziel zu definieren" machte der Vereinsberater deutlich, um dann fünf konkrete Tipps zu nennen, um das Engagement der Mitglieder zu stärken. "Entscheidend ist die direkte Ansprache des Einzelnen, ihm den Nutzen seiner Arbeit erkennen zu lassen und diese auch im Verein und der Öffentlichkeit zu benennen." Verantwortliche müssen gezielt gefördert und nicht überfordert werden. Ratsam sei, die Verantwortung, wenn möglich, auf mehrere Schultern zu verteilen, lauteten die konkreten Tipps des erfahrenen Vereinsberaters.

In drei Arbeitskreisen wurden von den Gruppen die Themenbereiche "Klemmt", "Läuft" und "Wollen wir" in Bezug auf die eigene Vereinsarbeit bearbeitet. Individuelle Probleme und Erfolgsgeschichten konnten ebenso dargelegt werden wie Wünsche und Bedürfnisse. Behandelt wurden die Punkte "Finanzen", "Mitglieder", "Ehrenamt" und "Kommunikation". Bei der Vorstellung der Ergebnisse kristallisierte sich heraus, dass die aktuellen Herausforderungen besonders in der Gewinnung von Mitgliedern, vor allem im Nachwuchsbereich, dem Finden von ehrenamtlichen Helfern und Übungsleitern bestehen. Außerdem glauben viele Vereinsfunktionäre, dass zu wenig über bestehende Fördermöglichkeiten bekannt ist.

Massiv kritisiert wurde die mangelhafte Außendarstellung von Randsportarten in den Medien, die sich teilweise auf die einmalige wöchentliche Veröffentlichung der Tabellen beschränkt. Einhellig positiv wurde die soziale Komponente in den Vereinen gesehen, wobei das funktionierende Vereinsleben und die Geselligkeit als Vorteil aufgeführt wurden. Ein Verein führte an, dass Kindern und Jugendlichen eine Mitsprache ermöglichen wird und die Vorstandsarbeit gut aufgeteilt sei. Zufrieden zeigte sich das Gros der Funktionäre mit dem Bereich "Spenden/Sponsoring".

Abschließend wurden die von den Teilnehmern genannten Bedürfnisse gewichtet, wobei finanzielle Unterstützung durch die Kommunen und weniger Auflagen bei Veranstaltungen gewünscht wurden. Wichtig ist den Funktionären auch eine ausgewogene Berichterstattung, so dass kleinere Vereine und Randsportarten in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. Gewünscht wurde auch ein gemeinsames Portal, auf dem alle Vereine gebündelt dargestellt werden und von den Verantwortlichen Informationen, u. a. zu Fördermöglichkeiten, eingesehen werden können. "Die Umsetzung einer derartigen Plattform könnte ein erster Schritt für weitere Projekte sein", fasste Allianzmanager Johannes Wolf zusammen.

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