Kronach

Sportlich in den Urlaub

Mit einem gemeinsamen Sport- und Spaßtag ging es für die Beschäftigten der Wefa-Werkstätten und des Carl-Link-Hauses in Kronach in den wohlverdienten Sommerurlaub.
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Beim Kurzstreckenlauf gaben alle Teilnehmer mächtig Gas. Foto: Heike Schülein
Beim Kurzstreckenlauf gaben alle Teilnehmer mächtig Gas. Foto: Heike Schülein

Bewegung, Spiel und Sport; vor allem aber jede Menge Spaß und Lebensfreude - das Wallenfelser Schwimmbad mutierte am Freitagvormittag zur Sportarena. Am letzten "Arbeitstag" vor ihrem Sommerurlaub legten sich die Beschäftigten der Wefa-Werkstätten und des Carl-Link-Hauses noch einmal bei verschiedenen Disziplinen mächtig ins Zeug. Im Minutentakt wurde an den jeweiligen Sportstationen gesprintet, gesprungen und geworfen; kleine und große Erfolgserlebnisse inklusive. Die Tischtennisplatten standen unter Dauerbelagerung. Für Abkühlung an diesem schönen Sommertag sorgten "Abstecher" ins Schwimmbecken.

In den beiden Kronacher Wefa-Werkstätten für angepasste Arbeit verdienen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ihren Lebensunterhalt - ebenso wie auch im Carl-Link-Haus, eine Einrichtung zur "Teilhabe am Arbeitsleben für psychisch kranke/behinderte Menschen. Sie arbeiten an speziell für sie eingerichteten Arbeitsplätzen und stellen beispielsweise Bauteile für die Autoindustrie her. Träger ist die Diakonie Coburg.

Alljährlich geht es für die Beschäftigten - als Dankeschön für ihre das ganze Jahr über geleistete Arbeit - mit einem gemeinsamen Sport- und Spaßtag in den wohlverdienten Sommerurlaub. Und auch Petrus zeigte ein Einsehen mit den "Sportskanonen". Kein Wölkchen trübte den strahlend blauen Himmel.

Entsprechend gut besucht war das Wallenfelser Schwimmbad, wo die Kronacher Abordnung einmal mehr mit offenen Armen empfangen wurde. Vom Pächter über die Bademeister und Wasserwacht bis hin zur Stadt und Bürgermeister Jens Korn, der die Stammbesucher persönlich willkommen hieß, gibt man sich in Wallenfels alljährlich viel Mühe, um allen einen schönen Tag zu bereiten. Der sportliche Abschluss wird im guten Miteinander mit den anderen Badegästen in den normalen Badeablauf integriert - als besonders schöne Form der Inklusion und des Abbaus von Barrieren.

"Unsere Beschäftigen freuen sich immer sehr auf den Tag - und das nicht nur, weil es dann für sie in den Urlaub geht", wissen Andreas Eimecke und Heinz Rembor vom Begleitenden Dienst, die zusammen mit weiteren Mitarbeitern die Supergaudi organisiert hatten. Jahr für Jahr überlegen sich diese immer neue kleine Wettbewerbe wie beispielsweise einen Geschicklichkeits-Motorik-Parcours, einen Kurzstreckenlauf, Weitsprung und Weitwurf. Dabei geht es keinesfalls um ein Sich-Übertreffen wollen oder um sportliche Höchstleistungen. Im Vordergrund stehen Freude und Spaß an der Bewegung und am Sport wie auch der Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe.

"Die Hauptsache ist, dass es allen Freude bereitet und alle mit Feuereifer dabei sind. Außerdem ist Sport gut für das Koordinationsvermögen", so die Verantwortlichen. Sehr angetan vom lustigen Treiben, das allen Teilnehmern offensichtlich sehr viel Spaß bereitete, und der hervorragenden Organisation zeigte sich auch Steffen Och von der Werkstätten-Leitung.

In den vergangenen Jahren wurde auch immer ein Fußballspiel mit bunt gemischten Mannschaften ausgetragen, worauf man dieses Jahr wegen der Hitze aber verzichtete. Dafür konnten die Beschäftigten nach Herzenslust ihre Runden im Schwimmbecken ziehen. Schöne Tradition ist es auch, dass die Tanzgruppe für das alljährliche Sommer-Highlight einen Tanz zu einem topaktuellen Titel in wochenlangen Proben einstudiert.

So viel Sport macht natürlich hungrig und so ließen sich die "Sportasse" ein leckeres gemeinsames Mittagessen schmecken. Vor allem aber war reichlich trinken angesagt. Wer wollte, konnte hierfür gleich die neue Tasse nutzen; erhalten doch die Beschäftigen alljährlich an dem Tag für ihren Eifer ein kleines Präsent. Dabei entschied man sich heuer für Keramiktassen mit Wefa-Aufdruck. hs

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