Zeil am Main

Sporthalle wurde zur Kunsthalle

Zeiler Künstler präsentieren ihre Werke am Tuchanger. Eine große Vielfalt kommt zum Ausdruck.
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Quilten nennt sich die farbenfrohe Textilkunst von Petra Schumann, die sie bei der Ausstellung in der Tuchanger-Sporthalle präsentierte.
Quilten nennt sich die farbenfrohe Textilkunst von Petra Schumann, die sie bei der Ausstellung in der Tuchanger-Sporthalle präsentierte.
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Monika Schraut Voller Staunen registrierte so mancher Besucher am Wochenende in der Halle am Tuch-anger die breite Vielfalt der kreativen Talente der Stadt Zeil.

Bürgermeister Thomas Stadelmann eröffnete dort die "Erste Zeiler Künstlerausstellung".

22 Künstler präsentierten auf sehr ansprechende Weise ihre Werke. Da stellten die Malerinnen Larissa Barth, Beate Brand, Silvia Burger-Pfaff, Ingeborg Ender, Dorothea Hauck, Anita Huppmann, Ann-Katrin Krämer, Petra List und Marga Renner ihre Bilder in den verschiedenen Maltechniken aus. Ebenso zeigten die Maler Erwin Barthelmeß, Stefan Ferreira, Ewald Göpfert, Hans Hetterich, Johannes Hallwirth, Andreas Schneider, Klaus Strobel (Karikaturen) und Karlheinz Vogt ihre Werke.

Kleine Details, große Wirkung

Die Größe des Raums, die Verteilung der verschiedenen Stile und die angenehme Anordnung der Präsentationen luden ein zu verweilen. Auch kleine Details wie hie und da ein Blumenstrauß, eine Schale Gummibärchen oder ein Tischchen mit Stühlen zum Niederlassen machten den Besuch zu einem Genuss. An jeder Ecke erwartete die interessierten Gäste etwas Neues. Mal Aquarell, mal Bleistiftzeichnung, mal Acryl, dann ein Comic, ein Mosaik oder Bilder aus gesammelten Kieselsteinen. Bemalte Eier genauso wie PC-Kunst.

Dass Kunst nicht nur Bilder umfasst, wurde augenscheinlich an den Tischen mit Näh- und Töpferarbeiten aus Kursen der Volkshochschule von Yvonne Hapfer. Ebenso waren die Holzarbeiten von Stefan Fensel, Stefan Schlee und Herbert Seibert ein wahrer Augenschmaus.

Bunt und interessant

Textile Vielfalt zierten die Auslagen von Petra Schumann. Sie hat sich ganz dem Quilten, einer farbenfrohen Patchwork-Technik, verschrieben. Sie ließ an ihrer Nähmaschine die interessierten Besucherinnen teilhaben an ihrer Begeisterung. 2016 hatte sie an einer Aufgabe teilgenommen, bei der man ein ganzes Jahr lang täglich an einem einzigen Werk weiterarbeiten musste. Der dabei entstandene zwei mal zwei Meter große Wandteppich war nur eines ihrer ausgestellten Objekte. Voller Leidenschaft für ihre Technik besucht Petra Schumann auch alle zwei Jahre das weltweite Quilt-Treffen in Birmingham, fährt auf Messen oder chattet in den einschlägigen Internet-Foren, um immer neue Anregungen zu bekommen oder zu geben.

Die jüngste Teilnehmerin der Künstlerausstellung war Ann-Katrin Krämer. Die 1999 geborene Zeilerin zeichnet seit ihrem 14. Lebensjahr. Ihre Technik ist die digitale Freihandkunst. Sie hat sich auf das Charakterdesign spezialisiert, das heißt, sie entwirft und gestaltet Wesen und Figuren, die der Fantasy-Szene zugerechnet werden können. Ihr Material sind ein Grafik-Tablet, ein Stift und ein Zeichenprogramm. Zu ihren detailgenauen und aussagekräftigen Figuren schreibt sie Geschichten, die allerdings noch in der Schublade schlummern, bis der Mut groß genug ist, sie zu veröffentlichen.

Ewald Göpfert ist bereits ein "alter Hase". Der 1957 geborene leidenschaftliche Maler ist von der Technik "Acryl Pouring" aus den USA begeistert.

Durch Workshops während der Ausstellung konnten die Besucher die Arbeitsweise dieser Fließtechnik bei ihm erlernen und manch einer verließ die Halle nicht nur mit dieser Idee ...

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