Coburg

Spitzenverdiener im Bundestag: Hans Michelbach auf Platz 6

Coburg — Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben seit der letzten Wahl mindestens 11,6 Millionen Euro durch Nebentätigkeiten verdient. Diese Zahl veröffentlichte am Montag ...
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Coburg — Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben seit der letzten Wahl mindestens 11,6 Millionen Euro durch Nebentätigkeiten verdient. Diese Zahl veröffentlichte am Montag die Transparenzorganisation www.abgeordnetenwatch.de. Auf den ersten zehn Plätzen der "Spitzenverdiener" befinden sich demnach ausschließlich Politiker von CDU und CSU - und auf Rang 6 der Wahlkreisabgeordnete für Coburg/Kronach, Hans Michelbach.
Abgeordnetenwatch.de legt seinen Berechnungen die Selbstauskünfte der Politiker zugrunde. Doch diese sind nicht wirklich genau, weshalb die Transparenzorganisation auch noch eigene Recherchen angestellt hat, wie sie mitteilt.

Freiwillige Selbstauskunft

So erfolgt die besagte Selbstauskunft in zehn verschiedenen Stufen: Die höchste Stufe 10, in die sich Michelbach ganz offiziell eingeteilt hat, bedeutet Nebeneinkünfte von "mindestens 250 000 Euro" - eine Obergrenze gibt es nicht.
Bei Hans Michelbach geht abgeordnetenwatch.de davon aus, dass die Nebeneinkünfte bei "mindestens 500  000" Euro liegen. Mehr verdienen nur noch Philipp Lerchenfeld (CSU; 1,1 Millionen), Albert Stegemann (CDU; 878 000), Johannes Röhring (CDU; 862 000), Stephan Harbath (CDU; 650 000) und Hans-Georg von der Marwitz (CDU; 587 000).
Die Abgeordneten auf den ersten fünf Plätzen kommen auf ihre hohen Nebeneinkünfte vor allem durch zahlreiche, gut dotierte Aufsichtsratsposten.

Familienunternehmen

Bei Hans Michelbach ist es hingegen lediglich der Posten des persönlich haftenden Gesellschafters der KIZ-MIBEG Group Unternehmensgruppe mit Sitz in Bad Soden-Salmünster. Diese Firma wurde 1879 von Michelbachs Großvater gegründet und er führt sie nun in dritter Generation weiter. "Ich bin aber nicht im operativen Geschäft tätig", stellt Michelbach im Gespräch mit dem Tageblatt klar; das wäre zusätzlich zur "Rund-um-die-Uhr-Abgeordnetentätigkeit" auch gar nicht zu schaffen. Michelbach hat stattdessen Geschäftsführer eingesetzt; außerdem haben auch seine Töchter bereits Gesellschafterposten übernommen, damit der Familienbetrieb auch in vierter Generation gesichert ist. ct
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