Bamberg

Spitzenteam will es wissen

Der TSV Großbardorf gilt als Mitfavorit auf den Titel, konnte das zuletzt aber nicht immer untermauern. Heute treten die Grabfeld-Gallier beim FC Eintracht Bamberg an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Robin Renner (rechts) und der FC Eintracht Bamberg werden sich strecken müssen, wenn sie am Samstag in der Bayernliga gegen den TSV Großbardorf etwas mitnehmen wollen. Foto: sportpress
Robin Renner (rechts) und der FC Eintracht Bamberg werden sich strecken müssen, wenn sie am Samstag in der Bayernliga gegen den TSV Großbardorf etwas mitnehmen wollen. Foto: sportpress

Tobias Schneider Nach dem fulminanten 7:4-Sieg im Verbandspokal gegen die SpVgg Ansbach wartet auf den FC Eintracht Bamberg in der Bayernliga ein echtes Schwergewicht. Und es könnte erneut ein torreiches Spektakel werden: Heute um 14 Uhr treffen die Domreiter (8.) im Fuchs-Park-Stadion auf den TSV Großbardorf, der aktuell den dritten Rang einnimmt.

Die Gäste aus der Rhön konnten ihre Pokalpartie gegen den ATSV Erlangen (3:0) ebenfalls gewinnen. Allerdings fand die Begegnung erst am Mittwoch statt, den Grabfeld-Galliern blieb damit im Vergleich zum FC Eintracht ein Tag weniger Erholung. "Ich bin hochzufrieden, sowohl mit dem Ergebnis als auch damit, wie meine Jungs das gemacht haben. Jeder hat seinen Teil zu diesem Sieg beigetragen", sagte Trainer Andre Betz nach dem Pokalsieg gegen den Ligarivalen. Der Erfolg war zugleich die Wiedergutmachung für die 1:2-Pleite in der Liga vor zehn Tagen. Weil Großbardorf danach gegen die DJK Ammerthal nur 3:3 gespielt hat, sprang aus den vergangenen zwei Partien nur ein Punkt heraus. Eigentlich zu wenig für die Ansprüche der Unterfranken, die seit Jahren zu den Spitzenteams in der Bayernliga zählen - und auch in dieser Saison ein Wörtchen um den Titel mitreden sollten.

Snaschel trifft wie am Fließband

Ein wichtiger Faktor kann dabei Stürmer Simon Snaschel sein, der körperlich an Masse zugelegt hat und in dieser Saison so richtig aufblüht. Der 28-Jährige kommt in sechs Spielen auf acht Tore, zwei Vorlagen und besticht durch seine Kaltschnäuzigkeit. Unterstützt wird er beispielsweise von Kapitän Stefan Piecha (32), der seit mehr als zehn Jahren das TSV-Trikot trägt und in fünf Spielen auch schon vier Treffer und vier Vorlagen verbucht. Andererseits haben die Grabfeld-Gallier auch einen schwerwiegenden und kurzfristigen Abgang zu verzeichnen: Der langjährige Torjäger Björn Schönwiesner hat zwar die ersten Spiele noch absolviert, sich aus beruflichen Gründen aber inzwischen in die USA verabschiedet. Er wird in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten. Großbardorf hat übrigens keines der sechs Pflichtspiele gegen den FC Eintracht Bamberg seit der Saison 2012/13 verloren - etwas, das die Domreiter gern ändern möchten.

FCE-Sturmduo ist nicht dabei

Für den Tabellen-Achten gilt es, den Schwung aus dem Pokalsieg mitzunehmen, um vor heimischem Publikum weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Coach Michael Hutzler muss auf den verletzten Steffen Müller sowie auf die verhinderten Tobias Ulbricht (beruflich) und Nicolas Görtler (familiär) verzichten. Auch Ersatztorwart Patrick Oeser wird vorerst kein Faktor mehr sein, den 23-Jährigen verschlägt es beruflich für drei Monate nach Brasilien, er kehrt erst im November zurück. Als zweiter Torhüter fungiert daher Nachwuchs-Keeper Moritz Nikolaus. Die Gäste können dagegen bis auf ihre Langzeitverletzten in Bestbesetzung auflaufen, der zuletzt fehlende Zarko Poznic ist wieder einsatzbereit. "Uns steht die nächste Reifeprüfung bevor", sagt der Vorstandsvorsitzende Jörg Schmalfuß über den Gegner: "Wir wissen um unsere Schwachpunkte. Diese zu beheben, braucht aber Zeit. Bei unserem eng getakteten Spielplan ist es kaum möglich, am System große Änderungen vorzunehmen. Ich sehe uns aber auf jeden Fall in der Lage, gegen Großbardorf zu bestehen."

Am Freitag wurden zudem die 16 Partien der 2. Hauptrunde im Verbandspokal ausgelost, der FC Eintracht Bamberg muss dabei auswärts ran und tritt bei Bayernligist TSV Karlburg an. Die 2. Runde wird am 20. und 21. August ausgetragen, die zeitgenauen Ansetzungen veröffentlicht der Verband nach Abstimmung mit den Vereinen in der kommenden Woche. Beim TV Aiglsbach dürfte die Freude ob des Gegners besonders groß sein: Der Landesligist erfüllte sich sein Traumlos und entschied sich für Drittligist 1860 München. tsc/red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren