Michelau

"Spitzenmädchen" feierte 90.

In guter körperlicher Verfassung und geistiger Frische feierte Else Reuß, geborene Gick, im Katharina-von-Bora-Seniorenwohnhaus mit Freunden, Bekannten und Heimbewohnern 90. Geburt...
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Mit einer großen Gratulantenschar feierte Else Reuß (sitzend) im Katharina-von-Bora-Seniorenwohnhaus 90. Geburtstag. Foto: Heinz Marr
Mit einer großen Gratulantenschar feierte Else Reuß (sitzend) im Katharina-von-Bora-Seniorenwohnhaus 90. Geburtstag. Foto: Heinz Marr
In guter körperlicher Verfassung und geistiger Frische feierte Else Reuß, geborene Gick, im Katharina-von-Bora-Seniorenwohnhaus mit Freunden, Bekannten und Heimbewohnern 90. Geburtstag. "Die Worte ,Das kann ich nicht‘ hat es in meinem Leben nie gegeben, bei mir hat es immer geheißen ,Das schaffst du schon‘", sagte die Jubilarin.
Früher betreute sie jahrelang die Rollstuhlfahrer des Altenheimes bei deren Ausfahrten, seit fast vier Jahren verbringt sie hier selbst ihren Lebensabend und hat schon viele Freunde gefunden. Fast 60 Jahre war sie im Michelauer "Liederkranz", den es heute nicht mehr gibt, eine leidenschaftliche Sängerin. Auch im Frauenchor der "Sängergruppe Maintal" sang sie mehr als 20 Jahre Sopran.
Else Reuß war die Älteste von drei Geschwistern aus dem Hause "Spitz", deshalb nannte man sie früher auch die "Spitzenmädchen". Am 12. Juni 1954 heirate sie den Bergarbeiter Erwin Reuß, einen gebürtigen Mistelfelder. Mit ihm hatte sie zwei Kinder, Tochter Angelika und Sohn Gerd. Alleredings verstarb die Tochter nach einer heimtückischen Krankheit im Alter von nur sechs Jahren. Auch ihr Ehemann verstarb vor 38 Jahren, im Alter von 48 Jahren.
Nach der Volksschule besuchte sie die Haushaltsschule in Bamberg und anschließend die kaufmännische Privatschule G. Hartmann. Beide Schulen waren ihr im weiteren Leben von großem Nutzen. In den Kriegswirren wurde sie sogar zur Musterung herangezogen. Vom Reichsarbeitsdienst kann sie heute noch von vielen Einsätzen erzählen. Von Dezember 1970 bis Juli 1986 war Else Reuß als Verwaltungsangestellte in der Michelauer Volksschule tätig, wo an die 600 Schulkinder zu betreuen waren.
Im Namen der Gemeinde sprach Zweiter Bürgermeister Dirk Rosenbauer die besten Glückwünsche aus, dankte für ihr Engagement in der Gemeinde und wünschte noch viele Jahre in Gesundheit. marr

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