Lichtenfels
Vernissage

Spielwiese für junge Fotografen ermöglicht besonderen Blick auf die Natur

Bei einer kleinen Vernissage im Foyer der Kreissparkasse fand das Naturerlebnisprojekt "Mainau im Fokus", das die Kreisgruppe des Bund Naturschutz initiierte, seinen feierlichen Abschluss. Robert Frit...
Artikel drucken Artikel einbetten
In der Sparkasse sind die Bilder bis 14. Dezember ausgestellt. Foto: privat
In der Sparkasse sind die Bilder bis 14. Dezember ausgestellt. Foto: privat
+1 Bild

Bei einer kleinen Vernissage im Foyer der Kreissparkasse fand das Naturerlebnisprojekt "Mainau im Fokus", das die Kreisgruppe des Bund Naturschutz initiierte, seinen feierlichen Abschluss. Robert Fritz von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels würdigte die Umweltbildungsmaßnahme: "Gerne geben wir den jungen Leuten hier die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Naturerkundung einer breiten Öffentlichkeit darzustellen."

BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt beleuchtete kurz die Entstehungsgeschichte: "Ein etwa 8500 Quadratmeter großes Grundstück in der Mainau, welches vom BN im Jahre 2012 unter der Bedingung angekauft wurde, dass es in seiner ursprünglichen, natürlichen Form erhalten bleibt, war in den letzten vier Jahren bereits der Schauplatz für praktische Umweltbildungsmaßnahmen mit Schülergruppen der Offenen Ganztagsschule (OGS), einer Abteilung der Herzog-Otto-Mittelschule (HOS)." Bei Müllsammelaktionen, Nistkastenbau, Tierspurensuche, Obstbaumpflanzungen und Baumschnitt konnten die Jugendlichen das naturschutzfachlich interessante Grundstück kennen und schätzen lernen. In den letzten Monaten war das Areal mit seinen vielen Baum- und Sträucherarten der Dreh- und Angelpunkt für ein ganz besonderes Naturerlebnis, das Fotoprojekt "Mainau im Fokus".

Natürliche Zusammenhänge

Nur durch die Kooperation zwischen dem Bund Naturschutz, dem freiberuflichen Umweltpädagogen Jan Ebert, der Leiterin der OGS, Anette Teubner, dem Rektor der HOS, Wolfgang Fischer, und Andreas Förster von der evangelischen Jugendbildungsarbeit des Dekanats Michelau sei es möglich gewesen, ein erfolgreiches Heranführen Jugendlicher an natürliche Zusammenhänge zu verwirklichen. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen - die Schüler haben fantastische Aufnahmen gemacht", meinte Andreas Förster. OGS-Leiterin Anette Teubner und Rektor Wolfgang Fischer, selbst Hobbyfotograf, lobten ebenfalls die Leistungen der jungen Leute: "Wir sind stolz auf euch!" Erzieherin Carola Hirle und BN-Ortsvorsitzender Günter Lutz, die die Schüler bei ihrer praktischen Arbeit auf dem Grundstück betreuten, stellten fest: "Wenn das Interesse der Jugendlichen geweckt wird, sind sie auch mit ganzem Herzen dabei und machen gut mit." Umweltpädagoge Jan Ebert informierte: "Feuchtbiotope, Auwaldreste, zum Teil alter Baumbestand und das Vorhandensein von reichlich stehendem und liegendem Totholz sind in diesem Areal eine Besonderheit im Stadtbild von Lichtenfels. Es stellt aufgrund seiner Lage nahe eines Gewerbegebiets einen natürlichen Kontrapunkt dar, dessen jahreszeitliche Veränderungen mit den Jugendlichen der Projektgruppe in den vergangenen Monaten beobachtet und per Foto erfolgreich dokumentiert werden konnten."

Der Umweltpädagoge resümierte: "Ich bin begeistert, in welch kurzer Zeit die Schüler durch das Fotografieren einen Blick für die faszinierenden Erscheinungsformen der Natur entwickelt haben und diese mit der Kamera auch einfangen konnten. Ich hoffe, damit einen Grundstein für die weitere Beschäftigung mit der Natur gelegt zu haben, da sie mehr denn je unseren Schutz benötigt."

Günther Lutz, BN-Ortsgruppenvorsitzender, ist überzeugt: "Da wir unabhängig von einer weiteren Förderung das Projekt auch nach 2018 eventuell mit einer anderen Schülergruppe fortführen möchten, ist die Nachhaltigkeit dieser Bildungsmaßnahme gesichert."

Die Ausstellung ist zu den Schalterstunden bis zum 14. Dezember zu besichtigen. are

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren