Lichtenfels

Spiel zum Abschied laut den Bass

Schulamtsdirektor Norbert Hauck zieht sich mit ein bisschen Wehmut ins Privatleben zurück.
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Bei seiner Verabschiedung griff Norbert Hauck selbst zur E-Gitarre. Fotos: Gerda Völk
Bei seiner Verabschiedung griff Norbert Hauck selbst zur E-Gitarre. Fotos: Gerda Völk
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Zahlreiche Weggefährten, die Schulfamilie sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung zur Verabschiedung von Schulamtsdirektor Norbert Hauck in die Herzog-Otto-Schule gefolgt und würdigten dessen Engagement im Dienste der Pädagogik.
Es war eine bewegende Feier, geprägt von zahlreichen Reden und Liedbeiträgen. Norbert Hauck habe mit seiner ausgeglichenen Art viel Ruhe und Ausgewogenheit in den Schulbetrieb gebracht, sagte Schulrätin Stefanie Mayr Leidnecker. "Mit seiner unkomplizierten Art prägte Hauck als Schulrat und fachlicher Leiter die Schullandschaft im Raum Lichtenfels", würdigte Regierungsvizepräsident Thomas Engel. Während seiner über 40-jährigen Dienstzeit engagierte sich Hauck in den unterschiedlichsten Bereichen. Er war Fachbetreuer für Deutsch als Zweitsprache für türkische Lehrer, Schulentwicklungsmoderator und als Referent und Lehrgangsleiter im Schulamt Coburg, im Regierungsbezirk Oberfranken und an der Akademie für Lehrerfortbildungen in Dillingen tätig. "Nach jahrelanger Beanspruchung gibt Ihnen der Staat Ihren Mann ohne sichtbare Gebrauchsspuren zurück", sagte Landrat Christian Meißner mit einem Augenzwinkern an Sigrid Hauck gerichtet. Personalratsvorsitzender Bernhard Jeßberger erinnerte sich noch gut an seinen ersten Kontakt mit dem Schulamt. "Mein erster Eindruck war, hier riecht es gut, nämlich nach Kaffee." Dieses positive Grundgefühl habe sich dann die nächsten Jahre durchgezogen. "Wir waren sehr zufrieden mit Ihnen als Schulrat", sagte Jeßberger.


Ein Coburger in Lichtenfels ...

"Anfangs waren wir in Lichtenfels skeptisch, dass die Regierung von Oberfranken einen Coburger nach Lichtenfels schickt", erklärte Reinhard Gick Prandell, der für die Schulleiter des Schulamtes Lichtenfels sprach. Schnell wurde jedoch klar, dass "wir einen Menschen bekommen haben, der sich nicht hinter seinem Titel versteckt". Die Seminarleiter des Landkreises sagten Danke mit dem "Wunsch-Puzzle" einer Bass-Gitarre.
"Ein Abschied ist auch die Gelegenheit zurückzublicken", sagte Hauck sichtlich gerührt. Im Gegensatz zu früher müssten sich heutige Lehrergenerationen damit abfinden, dass sie künftige Berufsbilder noch nicht kennen. Mit der Digitalisierung kämen große Aufgaben auf die Lehrkräfte zu. Er würde sich freuen, wenn die Arbeit des Lehrers in der Öffentlichkeit mehr Beachtung finde. "Ein bisschen Wehmut ist auch mit dem Abschied verbunden", gestand Hauck.
Die Bläserklasse der Herzog-Otto-Schule unter der Leitung von Florian Ebert steuerte einen Marsch bei, die Schüler der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Grundschule in Marktzeuln unter der Leitung von Heinrich Zweyer ein fröhliches Medley der "Comedian Harmonists" bei. Die Lehrerband unter der Leitung von Bernd Schick hatte den Text von "An Tagen wie diesen" kurzerhand umgetextet. Die zweite Zeile des Refrains lautete jetzt: "Lieber Herr Hauck, wir denken so gern an Sie zurück. Für Lichtenfels war'n Sie einfach nur Glück."
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