Meeder
Gemeinderat

Sperrung, Ampel oder besserer Belag: Der Schwerlastverkehr sorgt für Diskussionsstoff

Lastkraftfahrzeuge, die durch den Meederer Ortsteil Sulzdorf rollen, sorgen bei den Bürgern für Unmut. Der Gemeinderat befasste sich nun mit dem Anliegen ei...
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Lastkraftfahrzeuge, die durch den Meederer Ortsteil Sulzdorf rollen, sorgen bei den Bürgern für Unmut. Der Gemeinderat befasste sich nun mit dem Anliegen eines Bürgers, der die Sperrung für den Schwerlastverkehr beantragt hatte. Einen Beschluss fasste das Gremium noch nicht. Es soll ein erneutes Gespräch mit der Polizei stattfinden.
Wie Bürgermeister Bernd Höfer erklärte, gibt es laut Aussage der Polizei keinen Anlass, die Straße für den Schwerlastverkehr zu sperren. Dafür, so Höfer, bräuchte es seitens des Baulastträgers einen klaren Hinweis, dass die Straßenschäden außerordentlich seien. Dies sei in Sulzdorf nicht der Fall. Auch an der Brücke seien augenscheinlich keine Oberflächenschäden festgestellt worden, sondern lediglich leichte Schäden am Asphalt.
Eine detaillierte Aussage könne erst nach Begutachtung entsprechend des Brückenbaubuches erfolgen.
Wie der Bürgermeister weiter aufführte, würde eine Sperrung der Sulzdorfer Ortsdurchfahrt die Gemeindeteile Kösfeld und Wiesenfeld umso mehr belasten. Außerdem seien die Sulzdorfer nicht die einzigen, die sich von Lkw und Co. beeinträchtigt fühlen.
Demnach kamen auch aus den Gemeinden Wiesenfeld und Kösfeld ähnlich lautende Anträge. Auch die Stadt Coburg, so der Bürgermeister weiter, habe eine Sperrung für den Schwerlastverkehr erwogen. "Der Coburger Stadtteil Glend war hier im Fokus aufgrund der geringen Ausbaubreite der Ortsdurchfahrt." Diese sei im Begegungsverkehr zweier Lkw ebenfalls problematisch. Die Gemeinde Meeder hatte laut Höfer seinerzeit interveniert, um die Sperrung zu vermeiden.
Höfer sieht die Anträge auf Straßensperrungen als nicht geeignet an, um das eigentliche Problem zu lösen. "Viele der durch Kösfeld, Sulzdorf und Wiesenfeld fahrenden Lkw sind den Milchwerken Oberfranken zugehörig", führte er aus. Deswegen müssten die Straßenbreite und Wegführung dem Verkehr entsprechen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Realisierung des lang ersehnten Lückenschlusses der Staatsstraße 2205.


Lückenschluss bis 2014?

Höfer baut auf das Wort von Staatssekretär Gerhard Eck. Dieser habe bei der CSU-Klausurtagung auf Kloster Banz die schnellstmögliche Umsetzung zugesagt. Demzufolge soll im Frühjahr 2019 der Spatenstich des ersten Bauabschnittes erfolgen. Bis zum Jahr 2024 soll der Lückenschluss um die Gemeindeteile Wiesenfeld, Kösfeld, Sulzdorf und um den Coburger Stadtteil Glend "als Ideallösung" erfolgen.
Mit dem Verweis auf den Lückenschluss wurde dem Gemeinderat empfohlen, den Antrag auf Sperrung des Schwerlastverkehrs durch Sulzdorf nicht stattzugeben. Das hätte bedeutet, dass ohne Beschränkung alle Verkehrsarten weiter durch den Ort rollen dürfen.
Damit wollten sich die Gemeinderäte nicht zufriedengeben. Der dritte Bürgermeister Gerald Göhring (fraktionslos) wollte wissen, ob die Gemeinde entgegen der Aussage der Polizei die Straße dennoch sperren könnte.
Bürgermeister Höfer antwortet dazu: "Dann würden wir gegen die geltende Rechtslage der Straßenverkehrsordnung handeln. Außerdem - irgendwo muss der Verkehr ja durch."
Michael Ehrmann (SPD) sprach sich zumindest für einen besseren Straßenbelag aus. Dies bestätigte der Ortssprecher der Gemeinde Kösfeld Werner Halboth. "Mit dem Schlepper lässt sich auf der Straße schon bald nicht mehr fahren."
Harald Goch (CSU/Landvolk) brachte schließlich eine Regelung des Verkehrs durch Ampeln ins Spiel. Dadurch, meinte er, könne der Bewegungsverkehr zweier Lkw vermieden werden, was wiederum die ohnehin schon lädierten Straßenräder schone.
Diesen Vorschlag will der Bürgermeister nun mit der Polizei besprechen.
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