Bamberg

Spenden sollen Lichtkunst ermöglichen

Zwischen den Türmen des Bamberger Doms soll ab 26. Juli die Neon-Installation "GOOD GOD" aufleuchten.
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Holger Kempkens, der Leiter des Bamberger Diözesanmuseums, erläutert auf der Arbeitsbrücke zwischen den beiden vorderen Domtürmen die Anbringung der Lichtinstallation. Foto: Barbara Herbst
Holger Kempkens, der Leiter des Bamberger Diözesanmuseums, erläutert auf der Arbeitsbrücke zwischen den beiden vorderen Domtürmen die Anbringung der Lichtinstallation. Foto: Barbara Herbst
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Mit einer sogenannten Crowdfunding-Kampagne, dem Sammeln von möglichst vielen Spenden also, soll in den kommenden Tagen ein außergewöhnliches Lichtkunstprojekt an der Fassade des Bamberger Doms finanziert werden: Als Teil der Ausstellung "Der Funke Gottes! Schatz + Wunderkammern im Bamberger Diözesanmuseum" soll die Lichtinstallation "GOOD GOD" des Berliner Künstlers Via Lewandowsky in 60 Metern Höhe zwischen zwei Domtürmen platziert werden.

Wie das Erzbischöfliche Ordinariat in Bamberg dazu mitteilt, würde die Neon-Skulptur mit einer Spannweite von etwa zehn Metern vom 26. Juli bis 10. November nachts die Stadt beleuchten - wenn alles klappt. Denn für Produktion, Transport und Aufbau des sich permanent verändernden Schriftzugs werden 27 000 Euro benötigt.

Passend zur Ausstellung

Die Skulptur, die abwechselnd die Worte "O GOOD GOD" aufleuchten lässt, sei in unterschiedlicher Ausführung schon im Osnabrücker Dom, im Berliner Projektraum "Schaufenster" sowie im Hamburger Thalia Theater ausgestellt worden, so die Initiatoren der Kampagne, zu denen unter anderem der Leiter des Bamberger Diözesanmuseums, Holger Kempkens, und der Kurator der Ausstellung "Der Funke Gottes!", Alexander Ochs, gehören.

Für die Sonderausstellung, die am 26. Juli eröffnet wird, wäre die Installation "GOOD GOD" laut Kempkens das perfekte Aushängeschild, da sie das Ausstellungskonzept plakativ in die ganze Stadt hinaus leuchten würde: Zeitgenössische moderne Kunst trifft auf Jahrhunderte alte sakrale Werke.

Arbeiten von Ai Weiwei, Andy Warhol, Markus Lüpertz, Joseph Beuys oder Leiko Ikemura stehen religiösen Bildwerken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert oder der Schnitz- und Bildhauerkunst unbekannter Meister aus dem 12. und 13. Jahrhundert gegenüber.

Transport und Aufbau kosten

Damit die Platzierung des Schriftzugs realisiert werden kann, verzichtet der Künstler Via Lewandowsky auf das Honorar und die Bamberger Dombauhütte unterstützt das Projekt nach all ihren Möglichkeiten. Dennoch seien noch 27 000 Euro nötig, um für anfallende Materialkosten, den Transport und den Aufbau der Skulptur aufzukommen, so Museumleiter Kempkens.

Deswegen werden Unterstützer gesucht. Noch bis 30. Juni kann das Projekt auf der Crowdfunding-Plattform "Kickstarter" mitfinanziert werden (www.kickstarter.com/projects/goodgod/good-god-light-art-am-bamberger-dom).

Als Dankeschön für Spenden ab neun Euro erhalten Förderer unterschiedliche Belohnungen - etwa Freikarten und den Katalog für die zugehörige Ausstellung, die Möglichkeit zum Besuch auf der Brücke zwischen den Domtürmen oder ein privates Dinner mit Künstler und Kurator.

Der Künstler Via Lewandowsky hat außerdem eigens eine limitierte Miniaturausführung von "GOOD GOD" herausgegeben.

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