Höchstadt a. d. Aisch
Nominierung

SPD will auf "schwierigem Pflaster Höchstadt" Boden gutmachen

"Das geht runter wie Öl", freute sich Günter Schulz, als er das Wahlergebnis hörte. "Unsere Liste ist einstimmig angenommen worden", verkündete Mechthild Weishaar-Glab nach der geheimen Abstimmung. Di...
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Mit Urgestein Paul Neudörfer (l.) auf dem letzten und Mechthild Weishaar-Glab auf dem ersten Listenplatz geht die Höchstadter SPD in die Stadtratswahl. Foto: Evi Seeger
Mit Urgestein Paul Neudörfer (l.) auf dem letzten und Mechthild Weishaar-Glab auf dem ersten Listenplatz geht die Höchstadter SPD in die Stadtratswahl. Foto: Evi Seeger

"Das geht runter wie Öl", freute sich Günter Schulz, als er das Wahlergebnis hörte. "Unsere Liste ist einstimmig angenommen worden", verkündete Mechthild Weishaar-Glab nach der geheimen Abstimmung. Die Höchstadter SPD stellte sich im ASV-Sportheim mit ihrer Nominierungsversammlung für die Stadtratswahl im März 2020 auf.

Mechthild Weishaar-Glab, bereits als Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters nominierte SPD-Ortsvorsitzende, hatte sich schon im Vorfeld darüber gefreut, eine komplette Liste vorstellen zu können. 24 Kandidaten zu finden, dürfte nicht ganz einfach gewesen sein. Wie sagte doch Höchstadts stellvertretender Bürgermeister Günter Schulz: "Höchstadt ist für die SPD ein schwieriges Pflaster."

Schulz, seit beinahe 30 Jahren im Stadtrat, räumte aber auch ein, dass Stadtpolitik "reine Sachpolitik" sei und es "manchmal ohne Kompromisse nicht geht". Dass "viele Bürger politikmüde geworden sind", stellte Andreas Hänjes, SPD-Fraktionssprecher im Stadtrat und Kreistagsmitglied, fest. Er deutete an, dass einer der Schwerpunkte der SPD der städtische Flächennutzungsplan sei.

"Eine schlagkräftige, motivierte und breit aufgestellte Gruppe", kommentierte Mechthild Weishaar-Glab die von ihr angeführte Liste. Die Liste ist, wie alle Redner beteuerten, "eine hervorragende Mischung zwischen Jung und Alt, zwischen erfahrenen Kandidaten und Neulingen". Wobei die älteren und arrivierten Kandidaten den Weg in die Listenmitte nicht scheuten, um den jungen den Vortritt und damit mehr Chancen zu geben. Alle fünf amtierenden Stadträte - Mechthild Weishaar-Glab, Andreas Hänjes, Erik Lukaszewicz, Günter Schulz und Norbert Bechstein - finden sich wieder auf der Liste. Platz zwei nimmt Nils Dörrer ein, 23 Jahre alter Student und Juso-Kreisvorsitzender, der seine Schwerpunkte in der Umwelt-, Verkehrs- und Bildungspolitik sieht. Als wohl jüngsten Kandidaten schickt die SPD Daniel Jacoby, Schüler der zwölften Klasse, ins Rennen. Hingegen steht auf Platz 24, dem letzten Listenplatz, der allseits bekannte Paul Neudörfer. Mit 30 Jahren Stadtratserfahrung dürfte Neudörfer der SPD einiges an Stimmen bringen.

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