Untersiemau
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SPD Untersiemau hat erstmals seit 1946 keinen Bürgermeisterkandidaten

Als letzte der vier Listen zur Kommunalwahl am 15. März 2020 hat der SPD-Ortsverein Untersiemau seine 16 Kandidaten für den Gemeinderat im TSV-Sportheim nominiert. Positiv konnte dabei festgestellt we...
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Als letzte der vier Listen zur Kommunalwahl am 15. März 2020 hat der SPD-Ortsverein Untersiemau seine 16 Kandidaten für den Gemeinderat im TSV-Sportheim nominiert. Positiv konnte dabei festgestellt werden, dass viele jüngere Mitglieder nachdrängen. Als negativ und mit Wehmut empfanden zahlreiche, vor allem altgediente Sozialdemokraten die Tatsache, dass erstmals seit 1946 kein Bürgermeisterkandidat präsentiert werden kann.

"Erstmals nach 68 Jahren hat der SPD-Ortsverein in den letzten sechs Jahren keinen Bürgermeister gestellt", bedauerte deshalb auch Vorsitzender Gerhard Lehrfeld. Im derzeitigen Gemeinderat sei die Fraktion lediglich mit nur fünf von 16 Bürgern vertreten. "Dennoch konnte aufgrund unserer Initiativen und unseres Mitwirkens vieles erreicht werden", stellte Lehrfeld fest - und wirkte dann doch wieder halbwegs zufrieden.

Auch in Zukunft stünden große Aufgaben an, denen man sich stellen wolle. Mit einer hoffentlich etwas vergrößerten Fraktion wolle man die Geschicke der Gemeinde entscheidend mitgestalten. An diesem Abend habe man einen entscheidenden Schritt getan, den Bürgern bei dieser Wahl eine attraktive SPD-Liste vorzulegen. Nun liege es an den Wählern. Vielleicht erklärt sich ja jemand in der kommenden Wahlperiode bereit, 2026 als Bürgermeister zu kandidieren, so Lehrfelds Hoffnung.

Der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Coburg-Land, Carsten Höllein, freute sich über das Interesse an einer Gemeinderatskandidatur und gab vor allem den jüngeren Kandidaten mit auf den Weg: "Entscheidend ist, dass man seine Meinung vertritt und niemandem nach dem Mund redet!"

Rolf Rosenbauer ist zu Gast

Auch der amtierende Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) stattete der öffentlichen Versammlung einen Besuch ab. Dabei stellte er fest, dass er nicht nur als interessierter Gast da sei, sondern damit seine Wertschätzung ausdrücken möchte. Rosenbauer: "Wir haben in den letzten sechs Jahren gut zusammengearbeitet. Und ich hoffe, wenn ich wieder gewählt werde, auf eine weitere offene und kritische Zusammenarbeit in der nächsten Periode!"

Stellvertretender Vorsitzender, Kreisrat und Ehrenbürger Günther Kob fand den Besuch des amtierenden Bürgermeisters bei einer anderen Fraktion sehr beachtens- und lobenswert. "Nach der Wahl ist vor der Wahl", meinte er und sagte, er hoffe auf ein gutes Verhältnis im Gemeinderat wie bislang. Parteiintern sei er allerdings nicht zufrieden, wie es in den letzten Jahren gekommen sei. Er hoffe, dass irgendwann der Tag komme, "an dem wir wieder vorne stehen". ka

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