Bamberg
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SPD und BA: Blumenwiesen sollen Artenvielfalt in der Stadt fördern

Neu angelegte Blumenwiesen sollen in Bamberg helfen, den Naturschutz zu verbessern. Dies fordern unabhängig voneinander in Anträgen an die Stadtverwaltung die Fraktionen von SPD und Bamberger Allianz ...
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Neu angelegte Blumenwiesen sollen in Bamberg helfen, den Naturschutz zu verbessern. Dies fordern unabhängig voneinander in Anträgen an die Stadtverwaltung die Fraktionen von SPD und Bamberger Allianz (BA).

So will Sebastian Niedermaier, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, in der Gärtnerstadt Brachflächen aktivieren. "Ich habe mit einigen Grundstückseigentümern schon gesprochen, um im Frühjahr Blumenwiesen anzusäen." Der SPD-Stadtrat zieht in seinem Vorschlag auch einen "Beitrag zum Erhalt der Insekten und Wildbienen".

In der Begründung für seinen entsprechenden Antrag weist Niedermaier laut der Pressemitteilung seiner Fraktion darauf hin, dass Brachflächen in der Gärtnerstadt vorhanden seien, die nun sinnvoll genutzt werden könnten. Weil es sich meist um private Flächen handelt, müssten rasch Gespräche aufgenommen werden, um schon in den nächsten Wochen Blumenwiesen anzusäen. Niedermaier macht zur Umsetzung seines Vorhabens einen konkreten Vorschlag: Die Stadt müsste die Flächen der Anwohner anpachten und die Stadtgärtnerei beauftragen, die erforderlichen Maßnahmen durchzuführen. Zudem sollte die Stadt für die anfallenden Wasserkosten aufkommen. Mitten in der Stadt könnte so eine neue grüne Oase geschaffen werden.

Einen ähnlichen Vorstoß wagt die Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz. Anlässlich des erfolgreichen bayerischen Volksbegehrens "Rettet die Bienen - Erhalt der Artenvielfalt" schlagen die BA-Stadträte Hans-Jürgen Eichfelder und Wolfgang Wußmann vor, möglichst alle öffentlichen Flächen in der Stadt (z. B. Hain, Erbainsel ehemalige Landesgartenschaufläche, Schönleinsplatz et.) in Blumenwiesen umzuwandeln, um damit der Artenvielfalt neuen Entwicklungsraum zu geben. Da nach ihren Informationen das Bamberger Gartenamt ohnehin personell unterbesetzt sei, würden in Zukunft durch weniger Pflegeaufwand bzw. weniger Personaleinsatz enorme Kosten eingespart werden können. Die Stadt könnte mit dem Freistaat Bayern Kontakt aufnehmen und Bamberg als ein Pilotprojekt für andere Städte ins Gespräch bringen. "Natürlich erwarten wir, dass es dann auch Fördergelder gibt", so Eichfelder. Und Wußmann: "Eine Mehrheit im Stadtrat für diesen Antrag dürfte kein Problem sein sollte, da uns parteiübergreifend die Artenvielfalt sehr am Herzen liegt." red

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