Ebelsbach

SPD schickt Martin Horn

Der 48-jährige Zweite Bürgermeister will Erster Bürgermeister in der Gemeinde Ebelsbach werden. Er wurde nominiert. Die Wahl dürfte spannend werden.
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Die SPD Ebelsbach nominierte den 48-jährigen Martin Horn (Mitte) zum Bürgermeisterkandidaten. Unser Bild zeigt ihn vor der Ruine des Schlosses Ebelsbach zusammen mit der Kreisvorsitzenden Johanna Bamberg-Reinwand und Bezirksrat Bernhard Ruß.  Foto: Sabine Weinbeer
Die SPD Ebelsbach nominierte den 48-jährigen Martin Horn (Mitte) zum Bürgermeisterkandidaten. Unser Bild zeigt ihn vor der Ruine des Schlosses Ebelsbach zusammen mit der Kreisvorsitzenden Johanna Bamberg-Reinwand und Bezirksrat Bernhard Ruß. Foto: Sabine Weinbeer

Sabine weinbeer Mit Martin Horn von der SPD wurde nun der dritte Kandidat um die Nachfolge des Ebelsbacher Bürgermeisters Walter Ziegler (BNL) nominiert. Einstimmig stellten sich die SPD-Mitglieder hinter die Ambitionen Horns, der derzeit Zweiter Bürgermeister in Ebelsbach ist. Bei den Kommunalwahlen 2020 tritt Amtsinhaber Ziegler aus Altersgründen nicht mehr an. CSU (Roland Metzner) und BNL (Andreas Hoch) haben bereits Bewerber für das Bürgermeisteramt aufgestellt.

Die Kreisvorsitzende der SPD, Johanna Bamberg-Reinwand, freute sich, ihren Antrittsbesuch in Ebelsbach gleich mit einer Nominierungsversammlung verbinden zu können. Das passe zu dem Gefühl von Aufbruch, das sie überall in der Kreis-SPD spüren könne.

Gut gerüstet

Sands Bürgermeister, Kreisrat und Bezirksrat Bernhard Ruß betonte die Bedeutung der Kommunen. Er sei auf allen drei kommunalen Ebenen aktiv und könne nur unterstreichen, dass jede politische Entscheidung, ob in Brüssel, Berlin oder München, direkt auf die Kommunen durchschlage. Deshalb "brauchen wir gestandene Leute, die wissen, wo sie her kommen und wo sie hin wollen". So einer sei Martin Horn. Als ehemaliger Feuerwehrkommandant und als Leiter des gemeindlichen Bauhofs habe er Teamgeist und Führungsqualitäten, sagte Ruß.

Martin Horn fühlt sich für die angestrebte Aufgabe als Bürgermeister gut gerüstet, auch weil er von Walter Ziegler als Zweiter Bürgermeister eng in die Themen eingebunden werde, wofür er sich bedankte. Er wisse also genau, was auf ihn zukommt, und kenne die Strukturen in der Verwaltung gut.

Martin Horn ist an Silvester 1970 in Ebelsbach geboren worden und dort aufgewachsen, machte bei Kugelfischer die Ausbildung zum Maschinenschlosser, trat mit 16 in die Feuerwehr ein, bei der er zehn Jahre lang Kommandant war. Heute ist Horn Kreisbrandmeister.

Nach einigen Jahren in der Papierfabrik Palm wurde Horn 1997 Leiter des gemeindlichen Bauhofs und "hier wurde mein Beruf zur Berufung", erklärte er. 2014 trat er zur Gemeinderatswahl an, wurde gewählt und gleich stellvertretender Bürgermeister. Horn ist verheiratet, hat vier Kinder und ein Enkelkind.

Lange überlegt

Horn gestand ein, dass er gemeinsam mit seiner Frau lange überlegt habe, denn sowohl eine Kandidatur als auch das angestrebte Amt müsse natürlich die ganze Familie mittragen. Als größte Aufgaben für den kommenden Bürgermeister bezeichnete Horn den Ausbau der Ortsdurchfahrten Steinbach und Rudendorf, die Ortsumgehung für Ebelsbach und die Zukunft des Schlosses Ebelsbach, vor dem er auch das Foto zur Nominierung schießen lassen wollte. Um die Kindergartensituation zukunftssicher zu lösen, brauche es einen runden Tisch, erklärte er. Als Herzensanliegen bezeichnete Horn die Sanierung der Infrastruktur. Bei Kanal, Wasserleitungen und Straßen müsse man Zug um Zug mit Reparaturen beginnen, "damit uns das nicht irgendwann überrollt".

Für eine gemeinsame Basis

Klar sei, dass ein Bürgermeister allein gar nichts bewegen könne; es brauche eine gute Zusammenarbeit im gesamten Gemeinderat, quer durch alle Fraktionen. Dass derzeit die Diskussionskultur im Gremium etwas rauer werde, schrieb er dem beginnenden Wahlkampf zu. "Ich glaube, ich kann ganz gut vermitteln; schließlich ist es mir bei der Feuerwehr gelungen, die uralte Konkurrenz zwischen Ebelsbach und Eltmann auf eine freundschaftliche Basis zu stellen", erklärte Martin Horn.

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