Herzogenaurach
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SPD-Ortsverein besucht die Caritas

Vertreter der SPD Herzogenaurach besuchten unlängst die Caritas regio gGmbH in der Erlanger Straße, um sich ein weiteres Bild über die Situation im Pflegebereich in der Stadt zu machen. Sven Engert, C...
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Vertreter der SPD Herzogenaurach besuchten unlängst die Caritas regio gGmbH in der Erlanger Straße, um sich ein weiteres Bild über die Situation im Pflegebereich in der Stadt zu machen.
Sven Engert, Caritas-Dienststellenleiter, berichtete mit Sorge vom Alltag, in der sich die Caritas befindet. Große Probleme machten der Personalmangel und die im Vergleich relativ unterdurchschnittliche Entlohnung der psychisch und körperlich anstrengenden Arbeit im Pflegeberuf. Es sei Tatsache, dass viele Reinigungskräfte umgerechnet höhere Stundenlöhne bekommen, sich jedoch nicht den psychischen Belastungen ausgesetzt sehen, die ein Pflegeberuf mit sich bringt.
Die Caritas bemühe sich sehr um Nachwuchs. Dies geht sogar so weit, dass für Mitarbeiter zum Teil sogar Wohnraum gesucht wird bzw. zur Verfügung gestellt würde.
Renate Schroff interessierte die Relation zwischen Personal und Patienten. Engert informierte darüber, dass derzeit 26 Mitarbeiter etwa 280 Patienten betreuen. Daher sei es schwer, Bezugspersonal für die Patienten immer auf den gleichen Pflegetouren zu halten. Andererseits empfehle er, den professionellen Abstand zu den Patienten zu wahren.


Nur zwei Vollzeitkräfte

Auf die Frage von Curd Blank, wie viele Mitarbeiter davon in Vollzeit arbeiten könnten, konnte Engert nur zwei nennen. Gleichwohl sei das Lob von oberster Stelle für alle wichtig, zum einen für ein gutes Betriebsklima und zum anderen für die eigene Motivation. Ebenso müsse er ein Gefühl dafür haben, wenn Mitarbeiter in die Gefahr der Überlastung laufen. Es sei jedoch nicht einfach, die nötigen Stunden immer gleichmäßig auf alle Mitarbeiter so aufzuteilen, dass niemand große Berge an Überstunden aufbauen müsse.
Peter Prokop bot die Hilfe der Kommunalpolitiker bei der teilweisen Lösung der Probleme im Pflegebereich von Herzogenaurach an. Engert versicherte den SPD-Vertretern, dass es vor allem ein Thema der Bundespolitik und Aufgabe der Regierung sei, weitere Systemverbesserungen auf den Weg zu bringen.
Erich Petratschek sprach die räumliche Situation der Caritas in der Erlanger Straße an. Engert wies auf das enorme Parkplatzproblem für seine Mitarbeiter sowie auf die relative räumliche Enge des aktuellen Standorts hin, in der Hoffnung, dass sich in der Zukunft dafür Lösungen finden würden. red
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