Neudrossenfeld

SPD-Liste mit Erfahrung und frischem Blut

Die Nominierungsversammlung des SPD-Ortsvereins Neudrossenfeld im Gasthof Werner war geprägt von Optimismus und großer Geschlossenheit. Denn in Rekordzeit fand die Kandidatenliste unter der routiniert...
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Die Nominierungsversammlung des SPD-Ortsvereins Neudrossenfeld im Gasthof Werner war geprägt von Optimismus und großer Geschlossenheit. Denn in Rekordzeit fand die Kandidatenliste unter der routinierten Wahlleitung von Hans Werther, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzender im Kulmbacher Stadtrat, ungeteilte Zustimmung.

Die wieder an Nummer eins gesetzte Michaela Schirmer, amtierende Zweite Bürgermeisterin, freute sich über die ausgewogene Liste, auf der alle neun Ortsteile vertreten sind. "Wir sind breit aufgestellt, können Erfahrung und junges frisches Blut vorweisen", zeigte sie sich regelrecht euphorisch, die bisherigen vier Sitze zu verteidigen. "Ohne Bürgermeisterkandidaten wird das zwar schwer, aber die Wähler dürfen auf unsere Ideen und Kreativität vertrauen."

Und eines stellte Schirmer klar: Man werde mit jedem künftigen Bürgermeister gut zusammenarbeiten. Wichtig sei ihr, dass man zu seiner Meinung stehe und sich nicht wie ein Fähnchen im Wind drehe. "Wenn jemand vorher gegen den Standort des Seniorenheimes war, dann kann er nicht hergehen und jetzt vor Weihnachten an die Bewohner Plätzchen verteilen", wie es ein Gemeinderat getan habe.

Nachhaltigkeit im Blick

Die Nachhaltigkeit werde für die SPD-Fraktion künftig ein gewichtiges Thema sein, Schirmer wünscht sich auch schnellere Entscheidungen im Gremium. "Wenn woanders schon 13 Mitfahrbänkla aufgestellt sind, diskutieren wir noch über eines."

Fraktionsvorsitzender Franz Klatt meinte, die Diskursfähigkeit des 16-köpfigen Gemeinderates müsse wieder mehr ins Blickfeld rücken. Nicht rechthaberisch zu argumentieren, sondern einander zuzuhören, sei die Prämisse, "wir brauchen keine Schreier". Er sei für mehr Toleranz und Vernunft. Im Verlauf der nächsten sechs Jahre würde er gerne junge Leute heranziehen und ihnen vermitteln, "dass Kommunalpolitik auch Spaß macht". Größeres Gewicht verleihen möchte die SPD-Fraktion den Begriffen Natur und Heimat.

Und eines wollte Klatt noch loswerden: "Wir hätten ja in Michaela Schirmer die beste Kandidatin für das Bürgermeisteramt, eine Bürgermeisterin des Herzens, aber andere Verpflichtungen stehen bei ihr an der vorderen Stelle."

Mut machte der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Werner Diersch den Drossenfelder Genossen: "Ihr habt eine vorzeigbare Liste, die etwas bewegen kann."

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