Stadtsteinach
Kommunales

SPD diskutierte an der Feuertonne über das Wohnen in Stadtsteinach

Es besteht zwar keine Wohnungsnot wie in vielen Großstädten, jedoch ist auch in Stadtsteinach das Angebot an Mietwohnungen oder Baugrundstücken beschränkt. Um dieses Thema drehte sich das jüngste Tref...
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Es besteht zwar keine Wohnungsnot wie in vielen Großstädten, jedoch ist auch in Stadtsteinach das Angebot an Mietwohnungen oder Baugrundstücken beschränkt.

Um dieses Thema drehte sich das jüngste Treffen "An der Feuertonne", das der SPD-Ortsverein regelmäßig anbietet. Die Stadt werde und könne sich zwar nicht als Wohnungsbauunternehmer betätigen, stehe aber sowohl für Bauwillige als auch für Käufer von Bestandsimmobilien und für Interessenten an Mietwohnungen zur Verfügung, sagte Ortsvorsitzender und Bürgermeister Roland Wolfrum am "Rodelhang" gegenüber des städtischen Friedhofs.

Dort tut sich hinter einer Hecke ein breites Hanggrundstück auf, das in eine Feuchtwiese mündet, die im hinteren Teil von großen Bäumen umsäumt ist. Ein unverbaubares Stück Land nahezu mitten in der Stadt. Der "Rodelhang" ist im städtischen Bebauungsplan als "für öffentliche Zwecke" verzeichnet. Nicht nur er - es gibt weitere Flächen, die für eine Bebauung innerhalb der bestehenden Besiedlung geeignet sind. Eine Fläche hinter dem Friedhof und eine weitere hinter dem neuen Rewe-Markt zum Beispiel.

Gegen Zersiedelung

"Das heißt aber nicht, dass dort sofort gebaut werden kann", bedeutete Wolfrum. "Die Grundstücke gehören der Stadt nur zu einem Teil oder gar nicht. Um bauen zu können, müssten die Eigentümer zum Verkauf bereit sein." Das könne die Stadt nicht verordnen. Wohnungsbauunternehmen oder Genossenschaften hätten im Augenblick kein Interesse, in Stadtsteinach zu investieren. Da habe man bereits vorgefühlt. Dennoch sollte die Stadt beizeiten vorsorgen.

Ein größeres neues Baugebiet auszuweisen sei allerdings nicht unbedingt ratsam. Zum einen wolle man die Landschaft nicht zersiedeln, zum anderen müsse die Stadt dann in Vorleistung treten, "und da ist schnell eine Million für Leitungen, Kanal und Straßen vergraben".

Stadtrat Wolfgang Hoderlein schwebte ein Mehrgenerationen-Wohnen vor. Ältere Menschen hätten Bedarf an eher kleineren, barrierefreien Wohnungen, wollten aber nicht unbedingt in Senioren-Blöcken unterkommen. Junge Familien wären andererseits dankbar, wenn sie in nächster Nachbarschaft jemanden hätten, der auf die Kinder aufpasst. Im Gegenzug könnten die Älteren von gelegentlichen Hilfen der Jüngeren profitieren.

Ein Häuschen mit Garten drum herum könne sich nicht unbedingt jeder leisten, schob Stadtrat Knud Espig ein. Deshalb solle man auch für weitere Mietwohnungen sorgen. klk

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