Hofheim i. UFr.

SPD: Die Themen liegen auf der Straße

Dass Kommunalpolitik mit die spannendste Sache der Welt sein kann, wollen die Kandidaten der Stadtratsliste SPD/Fortschrittliche Bürger beweisen. Unter Führung von Susanne Kastner erfolgte jetzt die N...
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Dass Kommunalpolitik mit die spannendste Sache der Welt sein kann, wollen die Kandidaten der Stadtratsliste SPD/Fortschrittliche Bürger beweisen. Unter Führung von Susanne Kastner erfolgte jetzt die Nominierung der Kandidaten für die Kommunalwahlen im März 2020. Danach legten die Bewerber unter Leitung von Hubert Bergmann (Fortschrittliche Bürger) und Konrad Spiegel (SPD) die Ziele fest, mit denen sie die Hofheimer Bürger gewinnen wollen.

"Die Themen", so Bergmann, "liegen auf der Straße." Der Verkehr auf den Ortsdurchfahrten beispielsweise in Eichelsdorf, der Ringstraße in Hofheim und der Hauptstraße in Rügheim habe erheblich zugenommen: "Wir brauchen ein verkehrsberuhigendes System mit Augenmaß". Natürlich seien das Staats- und keine Gemeindestraßen, dennoch sei der Stadtrat Anwalt der Bürger, die an dieser Straße wohnen, sie nutzen müssen oder überqueren wollen.

ÖPNV soll attraktiver werden

Alexander Gräf fand viel Beifall mit der Forderung nach einer besseren Anbindung Hofheims und seiner Stadtteile an den öffentlichen Personennahverkehr. Väter und Mütter müssten ihre Kinder frühmorgens mit dem Auto in die Schweinfurter Berufsschule fahren, weil es keine Alternative gibt. Es sei denn, die Berufsschüler machten sich um 5 Uhr früh auf den Weg. Dazu kritisierte er Lücken im Fahrplan. So dürfe man nicht nach 20 Uhr von Haßfurt nach Hofheim wollen. Der letzte Bus fahre um 20.05 Uhr, aber auch nur werktags. Samstags sei nach 17 Uhr Schluss und sonntags fahre überhaupt kein Bus.

Gleichzeitig seien die VGN-Tarife teilweise Mondpreise. So koste die einfache Fahrt nach Haßfurt fünf Euro. Fahre ein Ehepaar hin und zurück, seien das 20 Euro. Gräf: "Da wird jeder mit dem Auto nach Haßfurt fahren." Es werde Zeit, dass sich der neue Stadtrat als Anwalt der Bürger um den öffentlichen Personennahverkehr kümmert und auf die Herabsetzung der VGN-Fahrpreise drängt.

Was jungen Eheleuten auf den Nägeln brennt, ist der Mangel an Bauplätzen. Im Baugebiet Eisweiher stünden nur noch vier Bauplätze zur Verfügung, von den elf im neuen Baugebiet an der Lendershäuser Straße nur noch einer. "Bedenkt man", so Hubert Bergmann, "dass es bis zu fünf Jahren dauern kann, bis ein neues Baugebiet überhaupt erschlossen ist, dann muss der neue Stadtrat sich sofort um die Randgebiete, wie zum Beispiel das Gebiet an der Reckertshäuser Straße bis hoch zum Schwimmbad kümmern." Hubert Bergmann forderte: "Trotz Altstadtsanierung braucht Hofheim neue Baugebiete."

Für neue Spielplätze

Wilma Werb-Leuerer forderte, mehr für die Kinder und Jugendlichen zu tun. "Es ist richtig, die Jugendarbeit der Sport- und Musikvereine zu unterstützen". Darüber hinaus seien weitere Angebote erforderlich, an erster Stelle neue Spielplätze und zum Austoben ein Mountainbike-Parcours. red

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