Bamberg
Antrag

SPD: Bamberg soll Solarstadt werden

"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, so Albert Einstein, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Wenn wir von den Menschen ein Umdenken in Sachen Klimawande...
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"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, so Albert Einstein, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Wenn wir von den Menschen ein Umdenken in Sachen Klimawandel erwarten, müssen wir als Stadt Vorbild sein." So wird SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Stieringer in einer Pressemitteilung seiner Partei zitiert. Die SPD-Stadtratsfraktion will demnach die verstärkte Nutzung der Sonnenenergie in Bamberg fördern.

"Um die Klimaziele zu erreichen, müssen konkrete Maßnahmen umgesetzt werden und die Bevölkerung, Stadt und Unternehmen gleichermaßen mit eingebunden werden", fordert auch umweltpolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Sebastian Martins Niedermaier.

"Eine große Mehrheit der Bevölkerung betrachtet die Solarenergie als wirksames und notwendiges Klimaschutzinstrument. Um die Klimaziele zu erreichen, können wir auf keine wirksame Maßnahme verzichten", betont Klaus Stieringer. Nach Einschätzung von SPD-Stadtrat und SPD-Kreisvorsitzendem Felix Holland müsse die Sonnenstromernte in den nächsten Jahren in Bamberg vervielfacht werden, "um gemeinsam mit anderen erneuerbaren Energien die Klimaziele noch zu erreichen". Dafür, so Holland, "muss vielleicht auch so manche heilige Kuh geschlachtet werden."

Geeignete Flächen prüfen

Bamberg hat nach Ansicht der SPD-Stadtratsfraktion viele geeignete Hausdächer und Parkflächen, die dazu beitragen können, die Klimaziele zu erreichen. Als Vorbild bezeichnet die SPD die Photovoltaikanlage am P&R Parkplatz Kronacher Straße, an der regenerativer Strom für rund 200 Haushalte erzeugt wird. Die SPD-Stadtratsfraktion fordert die Verwaltung deshalb in einem Antrag an den Oberbürgermeister zu überprüfen, wo die Stadt Bamberg und ihre Gesellschaften geeignete Dachflächen und Parkplatzflächen anbieten können, um erneuerbare Energie aus Sonnenlicht produzieren zu können.

Dabei sollen insbesondere großflächige Solar- und Photovoltaikanlagen in der Würzburger Straße, auf dem Parkplatz des Parkdecks vom Schäffler-Gelände, auf dem Parkplatz vom Hallenbad Bambados und dem neu entstehenden Parkdeck der Sozialstiftung überprüft werden. Die SPD schlägt zudem vor, dass die Stadt eine eigene Solarinitiative startet und sich dabei als kompetenter Ansprechpartner anbietet. "In der Stadt Bamberg soll es eine zentrale Anlaufstation geben, um die Bamberger Bürger und Unternehmer kompetent und firmenneutral über die Chancen und Möglichkeiten für den weiteren Ausbau der Solartechnik zu informieren", so Sebastian Martins Niedermaier.

Die SPD-Stadtratsfraktion schlägt auch vor, dass zwischen den Stadtwerken und dem Unternehmen Schaeffler eine Kooperation im Bereich der Speichertechnologien vereinbart wird. "Um die Klimaziele zu erreichen, wird auch die Speichertechnologie eine große Rolle spielen. Die neue Lignin-Technik, die im Schaeffler-Unternehmen gerade entwickelt wird, könnte dabei eine Rolle spielen", meint Felix Holland in der Mitteilung. red

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