Meeder
gemeindestrasse

Sorge wegen möglicher Altlasten im Boden

Wie mehrfach berichtet, wehren sich zehn Grundstückseigentümer gegen eine Verbreiterung der Kreisstraße CO 17 zwischen Meeder und dem Ortsteil Kleinwalbur. Die Straße soll auf einer Länge von eineinha...
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Wie mehrfach berichtet, wehren sich zehn Grundstückseigentümer gegen eine Verbreiterung der Kreisstraße CO 17 zwischen Meeder und dem Ortsteil Kleinwalbur. Die Straße soll auf einer Länge von eineinhalb Kilometern auf 6,5 Meter verbreitert werden. Die Landwirte weigern sich, dafür ihre Grundstücke zu verkaufen.

Bürgermeister Bernd Höfer und Landrat Sebastian Straubel wollten nun erneut mit den Eigentümern in einen Dialog treten, um sachlich die Positionen zu erörtern. Das sei gescheitert, räumte Höfer bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ein. Die Sprecherin der Gegner habe Verkäufe abgelehnt mit der Begründung, dass es keine neuen Ergebnisse gebe. Es handele sich zwar um eine Kreisstraße und damit um eine Baumaßnahme des Landkreises, sagte Höfer, dennoch unterstütze er das Vorhaben. Einer der Grundstückseigentümer ist Heiko Rauschert aus Meeder, der im Zuschauerraum saß. Rauschert sagte, er befürchte, dass bei einem Ausbau die Strecke zu einer Rennstrecke werde.

Ein Abschnitt der gemeindlichen Straße zwischen Kleinwalbur und dem Gut muss ertüchtigt werden. Zur Debatte standen Vollausbau oder Deckschichtsanierung. Favorisiert wird ein Vollausbau, die Kosten hierfür betragen 420 000 Euro und reduzieren sich bei einer Förderung von 60 Prozent auf 168 000 Euro. Allerdings ist unklar, ob sich in dem Bereich belastetes Material befindet. Wie Yannic Steiner vom Straßenbauamt erklärte, werde das erst sichtbar, wenn die komplette Oberfläche abgefräst sei. "Sobald wir wissen, dass es belastet ist, müssen wir handeln", sagte Steiner auf Nachfrage von Norbert Gleichmann (FW). Gleichmann befürchtet, dass bei einem Vollausbau aufgrund des belasteten Materials die Kosten explodieren könnten. Yannic Steiner erklärte, durch solche Altlasten im Boden könnten sich die Kosten um etwa 40 000 Euro erhöhen.

Christian Flohrschütz (CSU/Landvolk) erklärte, dass die Baumaßnahme insgesamt, also auch die Entsorgung, gefördert werde. "Deshalb ist es interessant, den Weg des Vollausbaus zu gehen", so Flohrschütz. Schließlich stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag von Tobias Bauersachs (CSU/Landvolk) zu, die Abstimmung zu verschieben und erst Bodenproben zu entnehmen. ga

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