Herzogenaurach

Sonnenschein trifft Glühwein

Es war ein Jubiläumswochenende. Zum 250. Mal lockte die Martinikirchweih in die Herzogenauracher Innenstadt. Mit dem Motto "Kalt, aber schön" lockten die Angebote vor allem am sonnigen Sonntag Hunderte in die Stadt.
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Die Buden begeistern jung und alt, und wem es zu kalt wurde, der ging am verkaufsoffenen Sonntag einfach in die Geschäfte.  Fotos: Michael Busch
Die Buden begeistern jung und alt, und wem es zu kalt wurde, der ging am verkaufsoffenen Sonntag einfach in die Geschäfte. Fotos: Michael Busch
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Michael Busch Der Roland drückt dem Felix einen Fünf-Euro-Schein in die Hand. "Kerwasgeld!", sagt er dazu und sieht den Vater mit ernste Augen an, so dass der gar nicht auf die Idee kommt, Einspruch zu erheben. So ist das halt auf der Kerwa. Das gehört dazu. Das ist auch auf der Martinikerwa so, wenn auch diese doch so anders ist als die meisten Kirchweihen, die man so kennt.

Nicht umsonst wird sie die "kalte Kerwa" genannt. Aber sie muss etwas haben, sonst würde sie heuer nicht seit 250 Jahren bestehen. Es ist sicher nicht der fehlende Kerwasbaum, der die Menschen lockt, auch der Betz wird nicht n'austanzt. Es scheint an Traditionen zu fehlen - für den Außenstehenden.

Eine ganz normale Kirchweih

Dabei gibt es doch einiges zu entdecken an dem eigentümlichen Mix von Straßen- und Wirtshauskerwa. Womit ein Stichwort gegeben ist: An Martini muss der Kenner beim Hellers Hans vorbeischauen. Das Rehragout lockt und auch der Michel aus Heßdorf ist davon überzeugt: "Wer das Rehragout beim Hans nicht gegessen hat, der kennt die Martinikerwa nicht!"

Bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag hatten die Geschäfte offen und die Buden und Essensstände bedienten die vielen Besucher. Karussells für die Kinder, Bier und Glühwein für die Großen - irgendwie ist es halt doch eine ganz normale Kerwa - aber doch ganz anders.

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