Sonnefeld

Sonnefelder Gemeindegebiet wird kleiner

Wegen der Dorferneuerung in zwei Mitwitzer Ortsteilen fallen bei Sonnefeld 6789 Quadratmeter weg. Die Räte nahmen's zur Kenntnis.
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Die Sonnefelder Gemeindegrenzen werden berichtigt, und die Gemeinderäte haben nichts dagegen, dass das Gemeindegebiet damit etwas kleiner wird. Im Zug der Dorferneuerung Neundorf-Schwärzdorf sei dies erforderlich, hatte der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft mitgeteilt. Über das seit rund drei Jahrzehnten im Bereich der benachbarten Marktgemeinde Mitwitz laufende Projekt erläuterte Gerhard Schellhorn dem Gremium bei der Sitzung am Mittwoch Details. Durch den neuen Grenzverlauf ergebe sich nach einem vom Bauamt bestätigten Entwurf für das Gemeindegebiet Sonnefeld eine Flächenminderung um 0,6789 Hektar.

Vereinfachtes Verfahren

In der September-Sitzung hat der Gemeinderat die Festlegung des Sanierungsgebietes "Ortskern Sonnefeld" beschlossen und die Durchführung der Maßnahme im vereinfachten Verfahren in eine Satzung gefasst. Im Nachgang befürworteten alle drei Fraktionen in der Mittwochsitzung, die Frist für die Realisierung auf 15 Jahre festzuschreiben. Bei Bedarf soll eine Fristverlängerung nicht ausgeschlossen sein.

Die evangelische Kirchengemeinde Gestungshausen kann sich weiter über den vor Jahren vereinbarten "Seelenpfennig" aus der Gemeindekasse freuen. Damit unterstützt die politische Gemeinde Sonnefeld den einzigen kirchlichen Friedhof in ihrem Gemeindegebiet. Berechnet wird diese "Gabe" nach der Anzahl der Gemeindeglieder in den Ortsteilen Gestungshausen, Firmelsdorf, Neuses am Brand, Weickenbach, Weischau und Zedersdorf. Die Kommune wendet für die freiwillige Leistung im Haushaltsjahr durchschnittlich 840 (ein Euro pro Mitglied der Kirchengemeinde) Euro auf.

Bei drei Gegenstimmen wurde der von Pfarrer Dominik Bohne gestellte Antrag abgelehnt, diese Leistung auf alle Einwohner der eingebundenen Ortsteile auszuweiten. Das hätte, so Kämmerer Heiko Lech, einer Anhebung der freiwilligen Leistung um 25 Prozent entsprochen. Bei der Beratung und Diskussion kam aus allen drei Fraktionen zum Ausdruck, dass man mit einer Neuregelung einen Präzedenzfall schaffen würde, und das wolle niemand.

Für den 15. März 2020 stehen die Kommunalwahlen an. Amtsleiter Stefan Markus erläuterte, dass für die ordentliche Abwicklung mehr als 80 Wahlhelfer erforderlich seien. Diese müssten aber noch gefunden werden. Deshalb richtete er einen Aufruf auch an die Gemeinderatskandidaten, sich in "Vorbildfunktion" am Wahltag als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Dieses Ehrenamt soll mit einem sogenannten Erfrischungsgeld schmackhaft gemacht werden.

Neuerung zur Wahl

Mehr als 2000 Euro will Sonnefeld ausgeben, um die Wahllokale mit 20 Notebooks zur Stimmzettelerfassung auszustatten.

Einsparungen beim Verwaltungsaufwand verspricht sich der Gemeindewahlleiter schon durch den Einsatz der elektronischen Geräte bei Ausstellung der Wahlscheine. Als Novität ist vorgesehen, fertiggestellte Niederschriften durch einen Kurierfahrer von den Wahllokalen ins Rathaus bringen zu lassen. Dadurch soll am Wahlabend eine reibungslose und kontinuierliche Weiterbehandlung im "Schaltzentrum Rathaus" sichergestellt werden.

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