Lichtenfels

Sommerflaute auf Lichtenfelser Arbeitsmarkt ist nichts Ungewöhnliches

Im August waren im Landkreis Lichtenfels 1408 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 121 Menschen oder 9,4 Prozent mehr als im Juli. Gegenüber dem Vorjahres...
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Im August waren im Landkreis Lichtenfels 1408 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 121 Menschen oder 9,4 Prozent mehr als im Juli. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 69 bzw. 4,7 Prozent ab.
Die Arbeitslosenquote beträgt 3,6 Prozent (Vorjahr 3,8 Prozent). Vor allem junge Menschen meldeten sich verstärkt nach Ausbildungsende arbeitslos, da nicht immer ein nahtloser Übergang in eine Beschäftigung aufgrund der Ferienzeit möglich war. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren er-höhte sich daher im letzten Monat um 64 oder 38,1 Prozent auf 232. Aktuell sind es 43 oder 22,8 Prozent mehr als im letzten Jahr. Etliche haben jedoch bereits eine Perspektive ab Herbst. In diesem Jahr meldeten sich z. B. überdurchschnittlich viele Jugendliche direkt nach der Ausbildung übergangsweise arbeitslos, nicht weil die Übernahme im Lehrbetrieb scheiterte, sondern da sie ab Herbst eine weiterführende Schule besuchen wollen. Auch kamen verhältnismäßig mehr Schulabgänger, die demnächst eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen.
Beim Arbeitgeberservice gingen aus dem Landkreis Lichtenfels 269 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote ein. Das sind 19 (- 6,6 Prozent) weniger als im Vorjahr. Aktuell haben die Vermittler 1014 Arbeitsplatzperspektiven im Bestand. Der Zuwachs im Vergleich zum August 2016 beträgt 346 (+51,8 Prozent). Das ist der größte Anstieg im gesamten Arbeitsagenturbezirk.
Viele Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich in den Sommermonaten vorübergehend arbeitslos. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt in allen Regionen des Agenturbezirks im August stieg.
Im Bamberger Land erhöhte sie sich um 12,5 Prozent, im Landkreis Coburg um 12,0 Prozent, in der Stadt Bamberg um 9,5 Prozent, in Lichtenfels um 9,4 Prozent, in Kronach um 9,0 Prozent und in der Stadt Coburg um 7,4 Prozent. red

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