Rattelsdorf

Solide gewirtschaftet

Der Marktgemeinderat Rattelsdorf verabschiedet einstimmig den zweithöchsten Etat.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Sanierung des Schulturms kostet rund 165 000 Euro. Foto: Renate Neubecker
Die Sanierung des Schulturms kostet rund 165 000 Euro. Foto: Renate Neubecker

Einen Haushalt in Höhe von 14,25 Millionen Euro (Vorjahr 16,18 Millionen Euro) hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig verabschiedet. Bürgermeister Bruno Kellner (VU) sprach vom zweithöchsten Etat, der auf allgemeinen Wunsch etwas früher verabschiedet werde. Bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 33,08 Euro (Landesdurchschnitt rund 600 Euro) spiegelten die Eckdaten des Haushalts die solide Haushaltspolitik wieder.

Kämmerer Michael Koch erklärte die Zahlen des Verwaltungshaushaltes mit 8,95 Millionen. Im Vermögenshaushalt stehen 5,30 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. 1,05 Millionen Euro können dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Die Gemeinde profitiert von einer Schlüsselzuweisung von 1,57 Millionen Euro. Trotz des gesenkten Hebesatzes auf 39,5 Prozent beläuft sich die Kreisumlage auf 1,72 Millionen Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen sind mit 1,1 Millionen Euro veranschlagt.

Im Vorfeld hatte der Haupt- und Finanzausschuss die Eckdaten beraten, weitere Maßnahmen auf Antrag der Fraktionen eingestellt und einen Vorlagebeschluss erarbeitet. Die großen Brocken im Vermögenshaushalt sind unter anderem 1,98 Millionen Euro für die Generalsanierung und den Teilneubau der Schule in Rattelsdorf.

Zahlreiche Investitionen

Für die Sanierung des Schulturms fallen Kosten von 165 000 Euro an. Bei einer in diesem Jahr zu erwartenden Förderung von 90 000 Euro werden in das Bürgerhaus in Medlitz 615 000 Euro investiert. Die Restkosten für die Restaurierung und Möblierung des Torhauses belaufen sich auf 668 500 Euro. 435 000 Euro kostet die Erschließung von Baugebieten. Eingeplant sind 150 000 Euro für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Zaugendorf bis zur B 4. In den weiteren Breitbandausbau fließen 300 000 Euro. Abschließend sagte der Kämmerer, dass die notwendige Kreditaufnahme aus den Rücklagen finanziert werden könne.

Wegen des nächsten Tagesordnungspunktes, dem Nutzungskonzept für die Schule in Mürsbach, waren zahlreiche politisch interessierte Bürger erschienen. Die Grundschulkinder sind nach Rattelsdorf umgezogen. Im Untergeschoss des Mürsbacher Schulhauses ist der Kindergarten untergebracht, während das Obergeschoss jetzt leer steht. Der Vorschlag für die Nutzung kam von den Vereinen des Ortskulturrings. Das Obergeschoss soll von den Vereinen und der Jugend genutzt werden.

Vereinsarbeit funktioniert

Der Bürgermeister wies auf die funktionierende Vereinsarbeit im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Gemeinde hin. Außerdem leisteten die Vereine eine hervorragende Jugendarbeit. Professionelle Jugendarbeit sei bisher noch nicht notwendig. Die Nutzung erfolge mit finanzieller Beteiligung der Vereine, nach dem üblichen Schlüssel 80 Prozent Gemeinde, 20 Prozent Vereine. Der Nutzungsvertrag solle zuerst fünf Jahre befristet sein, erklärte Kellner. Als Vorstand des größten Vereins in der Marktgemeinde konnte Andreas Schmittwolf (CWU) den Wunsch der Vereine verstehen. Der Ortskulturring müsse aber die Verantwortung übernehmen, so Schmittwolf. Die neue Nutzung wurde einstimmig beschlossen.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren