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Untersteinach

Solarpark rückt immer näher

Der Gemeinderat Untersteinach macht mit der Änderung des Flächennutzungsplans den Weg für das Projekt frei.
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Der geplante Solarpark bei Gumpersdorf hat die nächste Hürde genommen. Symbolfoto: Archiv
Der geplante Solarpark bei Gumpersdorf hat die nächste Hürde genommen. Symbolfoto: Archiv

Mit dem "Solarpark Gumpersdorf" beschäftigten sich die Untersteinacher Räte in der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl. Die Versammlung fand trotz der Corona-Pandemie statt, allerdings mit einem Sicherheitsabstand zwischen den Räten und den Zuschauern.

Die Rugendorfer Firma Münch Energie möchte eine 6,5 Hektar große Fläche mit Photovoltaik-Modulen bestücken. Die Einspeisung in das Stromnetz erfolgt über das bestehende Freileitungsnetz der Bayernwerk Netz GmbH. Da es sich um ein landwirtschaftlich genutztes Areal handelt, muss der Flächennutzungsplan geändert werden.

Norbert Köhler vom Ingenieurbüro für Bauwesen IVS verlas die Stellungnahmen, die zum Planungsentwurf eingegangen waren. Insgesamt hatten Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange acht Anmerkungen gemacht.

Die vorgebrachten Hinweise des Kreisjagdberaters Clemens Ulbrich, des Bergamts Nordbayern, des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, des Kreisbrandrat, der Deutschen Telekom, des Bayerischen Bauernverbands, des Wasserwirtschaftsamts Hof, der unteren Wasserrechtsbehörde und des fachlichen Immissionsschutzes werden bei in die weiteren Planungen eingearbeitet.

Die Räte beschlossen einhellig die vierte Änderung des Untersteinacher Flächennutzungsplans und erließen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Sondergebiet "Solarpark Gumpersdorf" als Satzung.

Von einer Festsetzung eines Überschwemmungsgebiets für die Schorgast sahen die Räte vorerst ab. Sie vertagten die Behandlung dieses Themas, weil noch einige Fragen geklärt werden müssen.

Teich kostet 547 000 Euro

Außerdem vergab das Gremium Tiefbauarbeiten im Bereich des Regenrückhalteteichs im Gewerbegebiet. Das wirtschaftlichste Angebot hatte die Firma ASK aus Kulmbach abgegeben. Der Auftrag wurde für 546 969,10 Euro brutto vergeben.

Zum Abschluss der Gemeinderatssitzung machte Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) den Räten noch eine sehr erfreuliche Mitteilung: Die Brücke in Hummendorf kostet rund 150 000 Euro weniger als veranschlagt. Sie sei mit exakt 673 566 Euro abgerechnet worden.

Der am 21. März vorgesehene Umwelttag in Untersteinach und Gumpersdorf entfällt laut Schmiechen. Der Publikumsverkehr im Rathaus werde eingeschränkt. "Wir bitten, persönliche Termine auf das Notwendigste zu beschränken. Auch wir müssen die Kapazitäten herunterfahren", sagte der Bürgermeister.