Baunach

So spielt kein Absteiger

Die Baunach Young Pikes zeigen beim 97:87-Heimerfolg über Karlsruhe ihre beste Saisonleistung.
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Nicolas Wolf (l.), der mit viel Energie spielte, zieht gegen den Karlsruher Maurice Pluskota erfolgreich zum Korb. Foto: Kilian Schmitt
Nicolas Wolf (l.), der mit viel Energie spielte, zieht gegen den Karlsruher Maurice Pluskota erfolgreich zum Korb. Foto: Kilian Schmitt
Mit aller Macht stemmen sich die Baunach Young Pikes gegen den Abstieg aus der 2. Basketball-Liga ProA. Die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic zeigte beim 97:87-Heimsieg über den Tabellensechsten PS Karlsruhe Lions vor 690 begeisterten Zuschauern in der Stauffenberg-Halle ein Offensiv-Feuerwerk und ihre bislang beste Saisonleistung. 15 Dreier der entfesselt aufspielenden Young Pikes bedeuten ProA-Rekord für das Baunacher Team, wobei Topscorer William McDowell-White (27 Punkte) sechsmal und der im letzten Viertel aufdrehende Nicolas Wolf (18) viermal aus der Distanz erfolgreich waren.
Trotz des sechsten Saisonsieges bleiben die "jungen Hechte" Tabellenschlusslicht, da mit der Orange-Academy Ulm ein weiterer Abstiegskonkurrent ebenfalls erfolgreich war.
"Wir haben uns vorgenommen zu kämpfen. Für uns war es wichtig zu sehen, ob wir an uns selbst glauben. Das haben die Jungs hervorragend umgesetzt", freute sich Dugandzic über die Energieleistung seines Teams. Ohne Louis Olinde (bei Brose Bamberg) und Henri Drell (fehlte aus schulischen Gründen) bot das Schlusslicht dem Favoriten von Beginn an die Stirn.
Es steckte zudem einen Fehlstart ins dritte Viertel, das verletzungsbedingte Ausscheiden von Tibor Taras sowie die hohe Foulbelastung der "langen Garde" weg. Für Rob Ferguson und Eddy Edigin, die schon zur Pause jeweils drei Fouls auf ihrem Konto hatten, sprang Daniel Keppeler (12 Punkte/4 Rebounds/2 Blocks) unter den Körben in die Bresche. Den Verlust von Taras, der nach 24 Minuten mit Verdacht auf Innenbanddehnung im Knie vom Feld musste, kompensierte Wolf. Der 18-jährige Flügelspieler sorgte mit elf Punkten im letzten Viertel dafür, dass die Karlsruher die Heimfahrt mit leeren Händen antreten mussten.
Nach schlechtem Start steigerte sich die Heimmannschaft erheblich und lag dank aggressiver Verteidigung und sieben Ballgewinnen im zweiten Viertel zur Halbzeit mit zehn Punkten vorne (44:34). McDowell-White hatte zu diesem Zeitpunkt bereits vier Dreier bei fünf Versuchen getroffen.
Zu Beginn des dritten Abschnitts waren die Gastgeber unkonzentriert, so dass Karlsruhe mit einem 11:0-Lauf die Führung an sich riss (48:46.). Aber McDowell-White beendete mit seinen Dreiern 5 und 6 die kurze Schwächephase.
"Als Karlsruhe diesen brutalen Run gestartet hat, sind wir nicht eingebrochen. Mich freut es, dass wir so toll reagiert, Charakter gezeigt und uns im Abstiegskampf zurückgemeldet haben", sagte Dugandzic. Drei Spiele hat sein Team noch vor sich. Am Sonntag (17 Uhr) sind die Baunacher bei den punktgleichen Ulmern (beide 12) zu Gast. Der Sieger dieser Partie hält die Chance, den Drittletzten aus Ehingen (14) noch abzufangen, aufrecht.
Baunach Young Pikes: McDowell-White (27 Punkte/6 Dreier), Wolf (18/4), Keppeler (12/1), Taras (11/2), Ferguson (8/2), Edigin (8), Fowler (8), Gomila (5), Bruhnke / PS Karlsruhe Lions: Reischel (22/2), Pluskota (17), Williams (16/1), Parker (15/2), Nyama (8/1), Bradshaw (4), Greene (3), Woods (2), Tate / Zuschauer: 690
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