Coburg

So sieht Hilfe aus

Plötzlich ist alles anders: krank sein, kein selbstbestimmtes Leben mehr führen können und keine Hoffnung auf Heilung haben. Themen, die zum Leben gehören und doch verdrängt werden. Tritt der Ernstfal...
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Die Weihnachtsspende der HUK-Coburg geht in diesem Jahr an die Awo-Fachberatung für Pflegefälle und den ASB-Wünschewagen. Jeweils 7500 Euro überreichte Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann an Elke Protzmann (links) vom ASB und Johanna Thomack (rechts) von der Awo.  Foto: HUK-Coburg
Die Weihnachtsspende der HUK-Coburg geht in diesem Jahr an die Awo-Fachberatung für Pflegefälle und den ASB-Wünschewagen. Jeweils 7500 Euro überreichte Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann an Elke Protzmann (links) vom ASB und Johanna Thomack (rechts) von der Awo. Foto: HUK-Coburg

Plötzlich ist alles anders: krank sein, kein selbstbestimmtes Leben mehr führen können und keine Hoffnung auf Heilung haben. Themen, die zum Leben gehören und doch verdrängt werden. Tritt der Ernstfall ein, sind Betroffene und Angehörige froh, ein Netzwerk vorzufinden, das ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Mit ihrer Weihnachtsspende unterstützt die HUK-Coburg einer Mitteilung zufolge zwei Projekte, die genau das tun. Jeweils 7500 Euro gehen an die Fachstelle für pflegende Angehörige der Awo und an den Wünschewagen des ASB. "Als Arbeitgeber erleben wir immer wieder, wie wichtig soziale Angebote dieser Art sind", sagt Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstandssprecher der HUK-Coburg. "Sie machen das Zusammenleben in einer Stadt, einer Region ein ganzes Stück menschlicher. Dafür wollen wir mit unserer Spende danke sagen."

Wer Fragen rund um das Thema Pflege hat, ist bei der Awo-Fachstelle für pflegende Angehörige richtig. Zumal sich hier der Rat gleich mit Hilfsangeboten kombinieren lässt, zum Beispiel mit der Entlastung für pflegende Angehörige oder mit Gesprächskreisen. Das Projekt "Zusammen leben" bringt sozial engagierte Menschen und Senioren mit leerstehendem Wohnraum zusammen.

Die vielfältigen Angebote wären ohne die Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter aber nicht zu schultern. Doch die psycho-sozialen Herausforderungen bei dieser Arbeit sind hoch, deshalb brauchen "gerade Ehrenamtliche Schulungen und Weiterbildung", sagt Einrichtungsleiterin Johanna Thomack. Sie freut sich, durch die Spende an dieser Stelle investieren zu können. Profitieren sollen aber auch betreute Menschen und deren Angehörige, denen das Geld "für kleine Hilfen fehlt, die ihren schwierigen Alltag ein kleines bisschen einfacher machen".

Der ASB-Wünschewagen ist ein ganz spezielles Angebot für Schwerstkranke. 20 Wagen gibt es bundesweit, drei davon sind in Bayern unterwegs, einer in Franken. Das Konzept hinter dem Wünschewagen: Schwerstkranke sollen in der letzten Lebensphase noch einmal ins normale Leben zurückkehren können. Sie sollen Wünsche wagen, zum Beispiel an der Taufe des Enkels teilzunehmen, im Fußballstadion mitzufiebern oder ein Konzert zu besuchen. Der ASB-Wagen lässt die Wünsche der Kranken und ihrer Begleiter kostenlos Wirklichkeit werden. Diese kurze Zeit der Normalität ist aber nur möglich, weil der Wünschewagen bis hin zur Fahrzeugtechnik alle Bedürfnisse Schwerstkranker erfüllt und die notfallmedizinische Ausstattung dem ASB-Begleitteam jederzeit professionelle Hilfe ermöglicht. Übrigens gilt auch hier: Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit der professionell ausgebildeten Fachkräfte wäre das Wunscherfüllen undenkbar, denn das Projekt ist komplett spendenfinanziert. "Die Spende hilft uns, auch im kommenden Jahr unseren Wünschewagen weiter fahren zu lassen", freut sich darum Elke Protzmann, Vorsitzende des ASB Coburg-Land. red

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