Zeil am Main

So klingt Rock heute

Die unterfränkischen Musikinitiativen geben beim "Rock Check" jungen Bands eine Bühne. Diesmal wird im Landkreis Haßberge gespielt, und zwar im Zeiler Rudolf-Winkler-Haus.
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Würzburger Band: "Sero2nine" treten am 17. November im Rudolf-Winkler-Haus in Zeil auf. Foto: privat
Würzburger Band: "Sero2nine" treten am 17. November im Rudolf-Winkler-Haus in Zeil auf. Foto: privat

Nach dem erfolgreichen 15. "Ohrenkino" im Oktober legt die Musikinitiative Haßberge mit einer Konzertveranstaltung nach und präsentiert den "Rock Check", das jährliche Band-Festival der IG (Interessengemeinschaft) Rock Unterfranken. Der "Rock Check" findet statt am Samstag, 17. November, im Rudolf-Winkler-Haus, so die Ankündigung der Musikinitiative Haßberge.

Seit 1995 findet die Konzertreihe ohne Unterbrechung jährlich statt, wobei jeweils eine andere Musikinitiative als Gastgeber und Veranstalter fungiert. Vielfalt ist dabei garantiert, denn unter dem Dach der IG Rock haben sich sechs ähnlich orientierte Vereine aus ganz Unterfranken zusammengeschlossen, jeweils aber mit unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkten.

Neben der Musikinitiative Haßberge sind dies der Rockverband Schweinfurt, die Würzburger Rockgemeinschaft "Würg", die Musikinitiative Hammelburg sowie die Vereine "frequency9" aus Bad Königshofen und "initiative for music and youth culture nes" aus Bad Neustadt/Saale.

Für den "Rock Check" in Zeil entsendet traditionell jede Musikinitiative eine Band oder einen Künstler. Zumindest fast, denn 2018 werden fünf statt idealerweise sechs Bands und Musiker vertreten sein. Der musikalischen Bandbreite tut dies aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Wohl selten war der Kontrast so groß und spannend wie heuer.

Unter anderem treten diese drei Bands auf: Akustik-Rock, Pop und Folk gibt es von "The Dramaatix", einer vierköpfigen Band aus Aub bei Bad Königshofen. Von groovig-rockig bis melancholisch-verträumt gibt es für jedes Gemüt passende Töne. Passend dazu kommen die Texte aus der Arbeitswelt, der Alltagshektik und dem romantischen Liebesleben. Instrumentiert ist die Band mit allen Saiteninstrumentengrößen von Ukulele über Akustikgitarren bis hin zum Kontrabass, stets begleitet vom Schlagwerk der Cajon.

Ungleich härter und lauter wird es mit "Turn the Course" vom Rockverband aus Schweinfurt. Im September 2014 gegründet, steht die Band für harte Riffs, schnelle Drums, powervolle Breakdowns und sinnestiefe Texte. "Post-Metalcore" nennt die Band, die sich aktuell auf "No One Can Save Us"-Tour zur gleichnamigen im April erschienenen EP befindet, diesen Stil. Neben Auftritten unter anderem in der Slowakei und in Tschechien führt die aktuelle Tournee das Quintett auch in die Haßberge.

Aus Würzburg kommen "Sero2nine", und sie versprechen straighten Rock, wie es ihn heute selten gibt. Ein wenig Faith No More, ein Schuss Black Sabbath, die Röhre von Motörhead, abgerundet mit der Milde von Blackmail - die Würzburger haben ihren Stil gefunden und bieten Rock vom Feinsten mit einer Prise Heavy Metal. red



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